KI-Aktivitäten im BRZ
Das BRZ leistet mit diversen KI-Tools und -Aktivitäten einen Beitrag zur digitalen Souveränität Österreichs.
26. Jänner 2026
Das BRZ setzt 2026 auf den nächsten Entwicklungsschritt der Künstlichen Intelligenz und unterstützt mehr Unabhängigkeit der digitalen Infrastruktur Österreichs.
Das BRZ setzt als Kompetenzzentrum für die Digitalisierung der Bundesverwaltung auch 2026 zahlreiche Digitalisierungsvorhaben seiner Kunden um und nutzt dabei weiterhin verstärkt Künstliche Intelligenz sowie die souveräne digitale Infrastruktur des BRZ-eigenen Rechenzentrums. Roland Ledinger, BRZ-Geschäftsführer betont, dass neben generativer KI 2026 Agentic KI in den Fokus rücken wird – also Systeme, die Aufgaben autonom planen und ausführen. Zugleich wächst der Bedarf an spezialisierten Large Language Models (LLMs) für konkrete Verwaltungsaufgaben. „Wir werden in diesem Jahr nicht nur generative KI sehen, also KI, die nach gezielter Aufforderung neue Inhalte erstellen kann, sondern auch Agentic KI, die autonom agiert, um Aufgaben selbstständig zu planen und auszuführen. Außerdem geht der Trend zu mehr speziellen branchen- oder bereichsspezifischen Large Language Models (LLMs), was auch in der Verwaltung seinen Niederschlag finden wird.“, so Roland Ledinger.
KI im BRZ: Von der Organisation bis zur Infrastruktur
Das BRZ stellt sich als KI‑Organisation auf: Ein interner KI Personal Assistant macht generative KI im Unternehmen breit nutzbar und stärkt die Mitarbeiter:innen‑Expertise. Ein umfassendes Schulungsprogramm hilft intern beim Know-how-Aufbau zum Thema KI. Die neue Technologie unterstützt u. a. bei administrativen Abläufen sowie bei der Software‑Entwicklung. Für besonders vertrauenswürdige Daten baut das BRZ eine souveräne KI‑Basis mit eigenem LLM (Large Language Modell) auf.
Anwendungen & Unterstützung des Regierungsprogramms
Die KI‑Expertise fließt in Kundenprojekte ein, etwa zur Unterstützung parlamentarischer Anfragen, bei denen aus bereits vorhandenen früheren Antworten und neuem Material Vorschläge generiert werden können. Mit Prozessautomatisierung und KI unterstützt das BRZ die Bundesverwaltung angesichts Pensionierungswellen und Budgetdruck: Ziel sind Effizienzsteigerungen im Betrieb und der Fokus auf prioritäre Projekte. Ledinger betont: „In allen Fällen, wo KI im Spiel ist, ist aber immer wichtig, dass stets der Mensch als User im Mittelpunkt steht und die letzte Entscheidung über das Ergebnis trifft und dass die Datenverarbeitung sicher erfolgt.“
Ausblick 2026
Daten und Sicherheit bleiben zentral. KI wird in nahezu jedem Projekt spürbar – von Handschriften‑Erkennung über Übersetzungen bis zu Zusammenfassungen großer Datenmengen. Entscheidend ist, Expertise und Technik im Unternehmen zu verankern – um Abhängigkeiten von internationalen Konzernen zu reduzieren.
Digitale Souveränität
Souveränität bedeutet Wahlfreiheit und Alternativen: Ein Mix aus Open‑Source und Kauf‑Software erhöht die Resilienz, sofern Organisationen eigene Skills aufbauen. „Letztlich brauche ich einen gewissen Mix aus Open Source und Kauf-Software sowie einen europäischen Fokus, um eine Resilienz im Sinne der digitalen Souveränität sicherzustellen“, so Ledinger.
Europaweit standardisieren
Verwaltungsprozesse sind grenzüberschreitend. Für echte Interoperabilität braucht es gemeinsame Standards und homogenere Verfahren. In der europäischen Allianz EURITAS treibt das BRZ die Standardisierung für Cybersecurity, Cloud-Nutzung und KI voran – inklusive Richtlinien und technischen Vorgaben für LLM‑basierte Services. „Wenn wir ein LLM im BRZ betreiben, spricht nichts dagegen, dass das auch eine andere europäische Verwaltung nutzt. Das setzt gemeinsame Standards und homogenisierte Infrastrukturen und die Anpassung der bestehenden Zusammenarbeitsmodelle voraus. So können wir auch die digitale Souveränität vorantreiben. Mit 15 EURITAS-Mitgliedsorganisationen aus 12 Ländern haben wir auch das Potential, nachhaltig in Europa zu wirken", so Ledinger.