"Mobiler Vollzug"-Applikation
01. Juli 2026
Die Applikation „Mobiler Vollzug“ für die Justiz trägt dazu bei, die Arbeit der Gerichtsvollzieher:innen zu erleichtern.
Einfach kurz & bündig
Gerichtsvollzieher:innen setzen im Auftrag der Bezirksgerichte gerichtlich festgestellte Forderungen durch. Zu den Hauptaufgaben zählen die Pfändung und Versteigerung beweglicher Gegenstände, die Zwangsräumung von Wohnungen, die Zustellung von Dokumenten, die Durchführung von Vermögensauskünften sowie das Entgegennehmen von Zahlungen. Die Applikation Mobiler Vollzug – kurz MoVo – unterstützt die Gerichtsvollzieher:innen bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Vollzugsaufträgen.
Die Highlights
- Die Applikation „Mobiler Vollzug“ befindet sich seit 2021 im Echtbetrieb.
- Agile Entwicklung der App mit Scrum und Design Thinking
- Die laufende Weiterentwicklung erfolgte und erfolgt mit agilen Methoden.
- Direkte Anbindung an die Register-Lösungen wie z. B. das Zentrale Melderegister oder die KFZ-Zulassungsevidenz.
- Manuelle Eingriffsrechte sorgen für größtmögliche Flexibilität.
- Durch den digitalen Arbeitsprozess wurde die Datenqualität deutlich optimiert.
Die Erfolgsfaktoren
Die laufende Weiterentwicklung der App erfolgte mit agilen Methoden, was während der Umsetzung eine schnelle Anpassung an neue Anforderungen des Kunden ermöglichte. Zudem wurde darauf geachtet, die österreichweit unterschiedlichen Arbeitsweisen von Gerichtsvollzieher:innen zu berücksichtigen. Der Arbeitsalltag der Gerichtsvollzieher:innen hat sich durch den „Mobilen Vollzug“, einer schlanken, mobilen App, enorm verbessert. Die optimierte Datenqualität durch einen durchgängig digitalen Arbeitsprozess führte zu einer massiven Effizienzsteigerung.
Die Lösung
Das BRZ entwickelte die Applikation "Mobiler Vollzug", eine schlanke, mobile App, die speziell auf die Bedürfnisse der Gerichtsvollzieher:innen zugeschnitten ist. Die App ermöglicht einen durchgängig digitalen Arbeitsprozess und trägt dazu bei, die Arbeit der Gerichtsvollzieher:innen zu erleichtern. Die Umsetzung erfolgte mit agilen Methoden, wobei die hohe Reaktionsgeschwindigkeit des BRZ-Teams, die offene Kommunikation und die Bereitschaft, innovative Lösungen umzusetzen, maßgebliche Erfolgsfaktoren waren.
Die Herausforderungen
Gerichtsvollzieher:innen benötigen im Arbeitsalltag eine effiziente Lösung, um ihre Aufgaben mobil und digital zu bewältigen. Die manuellen Prozesse waren oft zeitaufwendig und fehleranfällig, was den Arbeitsalltag erschwerte. Dank manueller Eingriffsrechte der Applikation „Mobiler Vollzug“ haben die Nutzer:innen dennoch die größtmögliche Flexibilität.
Die Technologie
Die Applikation wird als cloud-native Lösung auf OpenShift betrieben und nutzt eine standardisierte Technologieplattform (Justiz-Platform) für eine einheitliche und effiziente Entwicklung. Sie besteht aus einem Java/Spring-Backend mit PostgreSQL-Datenbank sowie einem Angular-Web-Frontend und einer Android-App, wodurch eine moderne, skalierbare und plattformübergreifende User Experience sichergestellt wird.
Der Ausblick
Die geplanten Weiterentwicklungen fokussieren auf eine effizientere Prozessabwicklung, höhere Transparenz und eine verbesserte Unterstützung der Gerichtsvollzieher:innen. Geplant sind unter anderem die einheitliche Auszahlung über das Justiz-Forderungsmanagement, die direkte Abwicklung von Kartenzahlungen bei Gerichtsvollzieher:innen sowie die kontinuierliche Verbesserung von Bedienbarkeit und Effizienz. Zudem werden komfortablere Prüflisten für die Leitungseinheit sowie eine übersichtliche Aktenzeitleiste umgesetzt, um sämtliche Tätigkeiten innerhalb eines Akts transparent und nachvollziehbar darzustellen.
Lukas Hoffelner,
Senior Project Manager im BMJ
Maßgebliche Erfolgsfaktoren für die Umsetzung des Projekts waren die hohe Reaktionsgeschwindigkeit des BRZ-Teams auf neue Anforderungen, die offene und klare Kommunikation aller Beteiligten sowie die Bereitschaft, neue Wege zu erproben und innovative Lösungen konsequent umzusetzen.
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