Technologieradar 2026

BRZ-Technologieradar 2026

Das BRZ untersucht im aktuellen Technologieradar 43 Technologien und stellt aktuelle KI-Trends vor.

Das Technologieradar des BRZ wurde auch 2026 mit aktuellen Trend-Themen und -Technologien aktualisiert. Es unterstützt bei der Identifikation, Auswahl und Bewertung von Technologien sowie anderen organisationsrelevanten Schwerpunkten und bringt diese in einer Grafik – das „Radar“ – übersichtlich auf den Punkt. Im aktuellen Radar wird die bewährte Aufteilung in die Kernbereiche „Technologie“, „Geschäftstrends“, „Touchpoint“ und „Methoden und Arbeitsweisen“ weitergeführt.

KI weiterhin Top-Thema

Künstliche Intelligenz und die damit verbundenen Technologien prägen auch 2026 das Technologieradar. Mit der immer weiter verbreiteten Umsetzung von KI-Anwendungen, auch in der Bundesverwaltung, treten Themen wie Digitale Souveränität, Sicherheit oder der gestiegene Bedarf nach Rechenleitung und damit der erhöhte Ressourcenbedarf in den Vordergrund. Insbesondere das Thema „Digitale Souveränität“ gewinnt angesichts politischer Rahmenbedingungen und internationaler Krisensituationen stark an Bedeutung.

BRZ-Geschäftsführer Roland Ledinger: „Wir werden 2026 nicht nur generative KI sehen, also KI, die nach gezielter Aufforderung neue Inhalte erstellen kann, sondern auch Agentic KI, die autonom agiert, um Aufgaben selbstständig zu planen und auszuführen. Außerdem geht der Trend zu mehr speziellen branchen- oder bereichsspezifischen Large Language Models (LLMs), was auch in der Verwaltung seinen Niederschlag finden wird.“

Highlights: Neue Trends und Technologien im BRZ-Technologieradar

AI-native Development Platforms

Die digitale Transformation fordert Software-Lösungen in einer Geschwindigkeit, für die bisherige Entwicklungsmodelle nicht ausgelegt sind. AI-native Development Platforms lösen mögliche Engpässe durch die Fusion von KI-Unterstützung und Low-Code-/No-Code-Programmierung. Auch im BRZ wird der Einsatz von KI in der Software-Entwicklung erprobt und teilweise bereits umgesetzt.

AI-Supercomputing Platforms

Das Training von KI-Modellen benötigte eine speziell darauf ausgerichtete, hochperformante IT-Infrastruktur. Die hohe Nachfrage nach speziell für KI-optimierten Komponenten führt zu Engpässen und Preissteigerungen. Das BRZ hat mit dem LLM as a Service eine eigene LLM-Infrastruktur errichtet, um digital souverän KI-Leistungen anbieten zu können. (read_it 01/2026, S. 9)

Multi-Agent Systems

Während herkömmliche KI-Assistenten als isolierte Werkzeuge agieren, bilden Multi-Agent Systems ein kooperatives Netzwerk spezialisierter KI-Agenten. Diese Agenten kommunizieren miteinander, teilen Aufgaben auf und lösen komplexe Geschäftsprozesse autonom. Für die Verwaltung sind Agent-Systeme zwar denkbar – etwa im Bereich des Bürger:innen-Supports, jedoch unter strengen Voraussetzungen. So muss etwa der Mensch stets die Kontrolle und Letztverantwortung behalten. Auch bedarf es der Schaffung gesetzlicher Grundlagen für die Umsetzung von verwaltungsspezifischen KI-Agenten.

Domain-Specific Language Models

Spezifisch auf bestimmte Aufgaben hintrainierte und optimierte LLM gewinnen zunehmen an Bedeutung. Spezifische LLM können auf die Fachsprache, Daten und regulatorischen Anforderungen einer einzelnen Branche wie etwa Medizin, Recht, Finanzen oder Government trainiert werden. Die Nutzung von spezifischen LLMs reduziert zudem das Risiko falscher KI-Antworten, da diese Modelle auf kuratierten Daten, also validierten, fachspezifischen Datensätzen basieren. Das Training von KI-Modellen ist technisch komplex und ressourcenaufwändig und wird aktuell daher nur von großen KI-Herstellern umgesetzt.

Confidential Computing

Confidential Computing schützt Daten nicht nur während der Übertragung oder Speicherung, sondern erstmals auch während der aktiven Verarbeitung in einer isolierten Hardware-Umgebung. Die Technologie ist vorrangig bei der Nutzung von Cloud-Services von Bedeutung.

Digital Provenance

Digital Provenance stellt die lückenlose und manipulationssichere Dokumentation der Herkunft, Veränderung und Authentizität digitaler Inhalte sicher. Ausgehend von technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die durch den verstärkten Einsatz von generativer KI entstehen dient dieser Trend als technologisches „Immunsystem“ gegen Desinformation, Deep Fakes und Urheberrechtsverletzungen. Das BRZ setzt für seine Kunden schon heute Technologien ein, um Betrugsversuche aufzudecken oder Fälschungen zu erkennen (Fake Detection).

Geopatriation

Geopatriation beschreibt den gezielten Rückzug kritischer Daten und Anwendungen aus globalen Hyperscaler-Public-Clouds in lokale oder souveräne Infrastrukturen. Mit dem BRZ LLM as a Service sowie der BRZ PaaS folgt das BRZ bereits seit längerem diesem Trend und setzt eine wichtige Grundlage für mehr digitale Souveränität um.

AI Trust, Risk & Security Management               

Dieser technologische Ansatz wurde entwickelt, um künstliche Intelligenz nicht nur innovativ, sondern auch verantwortungsvoll und rechtssicher zu skalieren. Dabei rücken Themen wie Vertrauen, Transparenz, Bias-Management, Sicherheit oder Resilienz in den Fokus. Das BRZ entwickelt KI-Anwendungen schon heute nach ethischen Gesichtspunkten und hat einen Katalog zur Prüfung von KI-Anwendungen nach ethischen Gesichtspunkten entwickelt.

Weiters im Technologieradar neu aufgeführt werden die Trends Physical/Ambietent AI, wo es um die Verschmelzung von KI-Anwendungen mit Robotik geht sowie der Trend zu präventiven Cybersicherheitsmaßnahmen (Preemptive Cybersecurity). 2026 wurden auch Technologien aus dem Radar entfernt, die bereits Produktreife erreicht haben oder aus sonstigen Gründen obsolet geworden sind. Darunter befinden sich etwa die Themen „Digitaler Arbeitsplatz“, „New Work“, Augmented/Virtual Reality, Total Experience, Citizen Twin oder Data Driven Decision Support.

Mock-up

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Das BRZ untersucht im aktuellen Technologieradar 48 Technologien; KI spielt eine immer größere Rolle bei der Entwicklung von IT-Anwendungen.

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Technologieradar 2024

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Mit strategischem Trendmanagement evaluiert das BRZ laufend neue Technologien und IT-Trends für die Verwaltung.

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