Govcamp vienna

govcamp vienna 2022: Digitale Nachhaltigkeit weiter und breiter denken

06. September 2022

Die 13. Ausgabe des offenen Barcamps versammelte Interessierte aus der Zivilgesellschaft vor Ort in der Wien-Akademie.

Unter dem Motto „Digitale Nachhaltigkeit weiter und breiter denken“ veranstalteten die Stadt Wien, das Bundesrechenzentrum, die Universität für Weiterbildung Krems und der Chaos Computer Club Wien am 02. September gemeinsam das 13. govcamp vienna. Interessierte aus der Zivilgesellschaft sowie Vertreter/innen aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nahmen an der Barcamp-Veranstaltung in der Wien-Akademie im 2. Bezirk teil. Alle Sessions wurden von Teilnehmenden selbst eingemeldet.

Nachhaltigkeit aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten

Das Thema Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren verstärkt an Bedeutung in der öffentlichen Diskussion gewonnen. Klimakrise, mangelnde Ressourcen, aber auch gesellschaftliche Veränderungen führen zu Diskussionen rund um die Zukunftsfähigkeit von Technologien, insbesondere im öffentlichen Bereich. Der Begriff Nachhaltigkeit kann dabei vielseitig verstanden werden – was auch Widerhall bei den Themen der Sessions fand: Diskussionsgegenstand waren etwa die Interoperabilität von Systemen im Europäischen E-Government, die Zugänglichkeit von Anwendungen, digitale Gesundheitskompetenz, nachhaltige Entwicklung von Dateninfrastrukturen, oder auch die Frage, wie nachhaltig - im Sinne von langlebig - digitale Kompetenzen sind.

Zum ersten Mal seit zwei Jahren konnte das govcamp vienna wieder vor Ort im realen Raum durchgeführt werden. Das Organisationsteam der Stadt Wien zum heurigen govcamp: "Beim 13. govcamp konnten wir das Thema „Digitalisierung“ im Sinne von Ressourcenschonung, Barrierefreiheit und digitaler Gleichheit betrachten und diskutieren. Ein Barcamp eignet sich gerade deshalb dafür, da es schon in der Organisation sehr breit angelegt ist. Dabei konnte einmal mehr festgestellt werden, dass eine zukunftsorientierte Stadt von den Ideen und Beiträgen der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Wissenschaft lebt."

In seiner Rolle als Kompetenzzentrum für die Digitalisierung des Public Sectors unterstützte das BRZ die Veranstaltung auch heuer wieder, BRZ-Expertinnen und Experten nahmen an der Veranstaltung teil und waren auch selbst als Session-Leiter:innen aktiv. Daniela Feuersinger, Leiterin Strategy & Communications im BRZ: „Wer technologisch und wirtschaftlich am Ball bleiben möchte, muss den Blick in die Zukunft richten. Als IT-Marktführer und Digitalisierungspartner der Bundesverwaltung beschäftigen wir uns mit ressourcenschonendem Betrieb in unseren Rechenzentren, Shared Services, sicheren, innovativen digitalen Technologien und Wegen, die digitale Souveränität Österreichs zu stärken. Als IT-Arbeitgeber setzen wir auf Diversität, Weiterbildung und Chancengleichheit. Auch heuer sind beim govcamp vienna wieder spannende Ideen und Anregungen zur Sprache gekommen, die wir in unser Arbeit aufnehmen können.“

Die Universität für Weiterbildung Krems unterstützte in langjähriger Tradition die Organisation und aktive Teilnahme an den Sitzungen. Gregor Eibl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung: "Transdisziplinäre Forschung ist eingebettet in den Problemraum der Realität, wird interdisziplinär umgesetzt, geht über die wissenschaftlichen Stakeholder hinaus und überzeugt durch große Relevanz in der gemeinsamen Interaktion. In diesem Sinne erfüllt das govcamp für einen kurzen Zeitraum alle wesentlichen Merkmale der transdisziplinären Forschung."

Die Organisationsmitglieder des C3W berichten: "Nachhaltigkeit prägt viele unserer Denkweisen im Chaos Computer Club Wien schon lange. Ob Right-to-Repair, nachhaltiger Datenschutz oder ein kritischer Blick auf aufgeblasene und undurchsichtige Software - für uns ist ein aktives Mitgestalten von Technik ein wichtiger Punkt. Beim diesjährigen govcamp hat uns vor allem die Initiative 'Mach's auf!' (https://machs-auf.at/) gezeigt, wie wichtig es ist, dieses aktive Mitgestalten auch gehörlosen Menschen zu ermöglichen. Barrieren abbauen und nachhaltig handeln - ein gutes Team!"

Wie funktioniert ein Barcamp?

Im Unterschied zu einer Konferenz gibt es kein im Vorhinein feststehendes Programm. Die Agenda entsteht am Veranstaltungstag durch die Themen, welche die Teilnehmenden selbst einbringen. Wie die 45-minütigen Sessions gestaltet werden, obliegt den Themeneinbringenden. Es muss einzig ausreichend Zeit für Diskurs in der Session geben, beispielsweise über ein Brainstorming, Feedback-Runden oder Diskussion.

Galerie

  • Tafeln mit Zeitraster für das govcamp vienna
  • Teilnehmer des govcamp sehen eine Videobotschaft von Staatssekretär Florian Tursky
  • Das Team des govcamp spricht Begrüßungsworte im Plenum
  • Gruppenfoto des govcamp Organisationsteams
  • Tafeln mit Zeitraster für das govcamp vienna
  • Teilnehmer des govcamp sehen eine Videobotschaft von Staatssekretär Florian Tursky
  • Das Team des govcamp spricht Begrüßungsworte im Plenum
  • Gruppenfoto des govcamp Organisationsteams
Teilnehmer/innen des govcamps in einer Videokonferenz

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