Teilnehmer/innen des govcamps in einer Videokonferenz

govcamp vienna 2020: Der Mensch hinter dem Computer

01. Dezember 2020

In der 11. Ausgabe des Barcamps diskutierten Vertreter/innen aus Verwaltung, Wissenschaft und NGOs sowie Bürger/innen virtuell über die Zukunft der digitalen Gesellschaft.

Unter dem Motto „Der Mensch hinter dem Computer“ veranstalteten die Stadt Wien, das Bundesrechenzentrum, die Donau-Universität Krems und der Chaos Computer Club am 27. November gemeinsam das elfte govcamp vienna. Interessierte aus der Zivilgesellschaft sowie Vertreter/innen aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nahmen an der Barcamp-Veranstaltung teil. Auf Grund der Corona-Krise wurde das govcamp vienna 2020 heuer zum ersten Mal komplett im virtuellen Raum abgehalten. Alle Sessions wurden von den Teilnehmer/innen selbst eingemeldet.

Der Mensch hinter dem Computer – in der Krise tägliche Realität

Home Schooling, Home Office, private Kontakte pflegen: Im Krisenjahr 2020 zeigte sich bisher, dass ohne Computer, Laptop, Handy, Zugang zu Internet und sozialen Medien eine Teilnahme am normalen Leben kaum möglich ist. Doch was geschieht hinter dem Netzwerk? Überwachungs- und Kontrollsysteme werden laufend weiterentwickelt, Daten in weltweit verstreuten Cloud-Speichern abgelegt. Licht und Schatten liegen nah beieinander: die rasche Entwicklung neuer Tools und Angebote, der digitale Austausch über Chat- und Videokonferenzen konnte auch Distanzen abbauen und das Leben im „Lock Down“ verbessern. Im Bereich E-Government belegen Studien, dass eine hohe Zufriedenheit mit der digitalen Abwicklung von Behördengängen vorherrscht und diese auch häufiger online durchgeführt wurden.

Sessions mit aktuellem Bezug zur Corona-Pandemie

Viele Sessions drehten sich um aktuelle Fragestellungen in Zusammenhang mit Corona. Die Pandemie ist - wie selten zuvor eine Krisensituation - von hoher Aufmerksamkeit gegenüber ständig aktualisierten Zahlen, Daten und Rechtsvorschriften geprägt. Die digitalen Angebote öffentlicher Einrichtungen ziehen mit: Open Data- Angebote wurden weiterentwickelt, Chatbots versuchen Antworten auf aktuelle Fragestellungen zu geben. Welche Angebote braucht es in Zukunft? Wie können Home Office und hybride Zusammenarbeit in der Verwaltung besser umgesetzt werden? Wie kann digitales Lernen hinter verschlossenen Türen besser funktionieren? Können Bürgerbeteiligungsprozesse und Wahlen in Krisenzeiten vermehrt digital abgewickelt werden? Wie wirkt sich verstärkte Digitalisierung auf den CO2-Fußabdruck aus? Auch den Themen Wissensmanagement in im Öffentlichen Sektor, Krisenkommunikation und Digital Literacy wurden Sessions gewidmet, die jeweils von den Einbringenden in vier parallel geführten virtuellen Diskussionsräumen moderiert wurden.

BRZ-Expertinnen und Experten mit dabei

In seiner Rolle als Kompetenzzentrum für die Digitalisierung des Public Sectors unterstützte das BRZ die Veranstaltung auch heuer wieder, BRZ-Expertinnen und Experten nahmen an der Veranstaltung teil und waren auch selbst als Session-Leiter/innen aktiv.

Wie funktioniert ein Barcamp?

Im Unterschied zu einer Konferenz gibt es kein im Vorhinein feststehendes Programm. Die Agenda entsteht am Veranstaltungstag durch die Themen, welche die Teilnehmenden selbst einbringen. Wie die 45-minütigen Sessions gestaltet werden, obliegt den Themeneinbringenden. Es muss einzig ausreichend Zeit für Diskurs in der Session geben, beispielsweise über ein Brainstorming, Feedback-Runden oder Diskussion. Die gesamte Veranstaltung wurde über das Open Source Collaboration-Tool BigBlueButton abgewickelt, das von der Firma next layer in Österreich gehostet wurde.

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Bereits zum 10. Mal diskutieren Vertreter/innen aus Verwaltung, Wissenschaft und NGOs sowie Bürger/innen über die Zukunft der Verwaltung.

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Das BRZ setzt sich im Rahmen seiner strategischen Initiativen laufend mit Innovationen auf dem IT-Markt auseinander. Die Frage wie wir Technologien wie Big Data, Cloud Computing, Mobility, Blockchain, Artificial Intelligence u.a. für die Weiterentwicklung der Verwaltung einsetzen können, ist für uns zentral.

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