KI-Geschichte(n): E-Demokratie und KI
20. Mai 2026
KI kann in die elektronische Büger:innen-Beteiligung auf vielfältige Weise unterstützen.
KI kann in die elektronische Bügerbeteiligung, im Sinne von E-Partizipation, auf vielfältige Weise unterstützen. Bei großen Online-Beteiligungsverfahren sind potenziell eine großen Anzahl von „freisprachlichen“ Texten zu verarbeiten. Um die Meinungsvielfalt in die Ergebnisse einfließen lassen zu können, müssen diese gründlich analysiert werden. In einem ersten Schritt kann das durch automatisierte Cluster-Bildung von Beiträgen erfolgen. Außerdem kann man so die Beiträge auf Kernaussagen untersuchen.
Bessere Ergebnisse als früher
Im BRZ haben wir vor einiger Zeit das mittlerweile fast 20 Jahre alte Datenmaterial des Forschungsprojekts mitmachen.at mit aktueller Software erneut untersucht. Auch bei dieser automatisationsgestützten Auswertung stand wie damals die Cluster-Bildung der sehr heterogenen Beiträge im Fokus. Fazit: Durch den Einsatz neuester Technologien wurde auch das Clustering stärker als 2007 unterstützt.
Weitere Einsatzgebiete für KI
Es gibt aber weitere Einsatzgebiete für KI bei der E-Partizipation. So können etwa Moderator:innen eines Online-Diskurses durch diese Technologie in ihrer Tätigkeit unterstützt werden. Einerseits durch ein Clustering, andererseits aber auch durch die IT-unterstützte Bildung von Synopsen. Außerdem wäre eine Unterstützung bei der Erstellung von Ergebnisdokumenten denkbar, um etwaige Zielgruppen der E-Partizipations-Ergebnisse etwa die Verwaltung oder die Politik oder beide treffsicherer adressieren zu können.
Es braucht den Faktor Mensch
Ein wesentlicher – überspannender – Bereich ist die Governance von E-Partiziption. Die KI kann sowohl bei der Umsetzung von guter Governance aktiv unterstützen, benötigt aber auch selbst eine gute Governance für ein gutes Funktionieren. Es lassen sich also in diesem Feld einige Bereiche für den Einsatz von KI identifizieren, die nutzbringend eingesetzt werden können. Dennoch gilt wie immer: Auch der Mensch ist dabei eine entscheidende Komponente, damit die Ergebnisse letztelich auch richtig interpretiert und korrekt umgesetzt werden können.
