Was Online-Partizipation mit KI zu tun hat

KI-Geschichte(n): Was Online-Partizipation mit KI zu tun hat

20. Mai 2026

Bei einem BRZ-Forschungsprojekt wurde erstmals eine statistisch-linguistische Software für das Textmining eingesetzt.

Ende 2006 startete das BRZ gemeinsam mit Partnern aus der Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft die Website mitmachen.at. An der Umsetzung waren etwa mehrere Bundesministerien – vom Bundeskanzleramt über das Außenministerium bis zum Finanzministerium – sowie das AMS beteiligt. Das mehrmonatige Forschungsprojekt unter der Ägide der Donau-Universität Krems zielte darauf ab, junge Menschen aktiv und in einem mehrstufigen Beteiligungsprozess in die Konzeptentwicklung zu politischen Themenfeldern einzubeziehen.

Konkrete Umsetzung des Projekts

Thematisch war das Projekt in mehrere Themenfelder wie „Umwelt“, „Bildung“, „Gesundheit“, oder „Sicherheit“ gegliedert. Das Beteiligungsverfahren folgte einem Modell in vier Phasen, das typische Merkmale deliberativer Online‑Partizipation aufwies. Nach der Phase der Sammlung von Beiträgen der Bürger:innen, folgte die Phase der inhaltlichen Verdichtung und Konzeptbildung, gefolgt von einer Priorisierung der Konzepte und abschließend als Phase 4 die wissenschaftliche Aufarbeitung samt Präsentation.

Einsatz von Textmining-Software

In der zweiten Phase des Projekts wurde eine Software für die automatisierte Textanalyse – konket statistisch-linguistisches Textmining – eingesetzt, mit dem Ziel, die wissenschaftliche Auswertung zu erleichtern. Insgesamt wurden rund 1500 Beiträge aus der ersten Phase in die Software importiert, um die Beiträge zu analysieren, um statistische Daten anzubieten und bei der inhaltlichen Zusammenführung durch Assoziationen zu unterstützen. Die Beiträge wurden nach Kriterien wie der Erkennung von Mustern, sowie bekannten Bezeichnungen durchsucht.

Zwiespältiges Ergebnis

Das Ergebnis dieses Einsatzes war zwiespältig. Es zeigte sich, dass die Gesamtanzahl der Beiträge – für die damaligen technischen Möglichkeiten – zu gering war, zudem waren die Beiträge inhaltlich zu heterogen. Jedoch waren gerade bei der Mustererkennung erste Erfolge, im Sinne von Unterstützung des Erkenntnis-Nutzens, sichtbar geworden. Eine vor kurzem durchgeführte wiederholte Analyse der Beitragstexte aus mitmachen.at mit einer modernen Textmining-Software zeigte bereits einen größeren Erfolg bei der Mustererkennung. Die Erkenntnisse, die aus dieser frühen Nutzung von semantischer Software zum Textmining in der Bundesverwaltung erzielt werden konnten, waren künftige Einsätze sehr bedeutend.

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