Kornfeld im Sommer

Nachhaltige Beschaffung

Wie das gesamte öffentliche Auftragswesen basiert natürlich auch die nachhaltige öffentliche Beschaffung im BRZ auf den Geboten Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit.

Aktionsplan für nachhaltige Beschaffung

Im Juli 2010 hat der Ministerrat den österreichischen Aktionsplan für nachhaltige öffentliche Beschaffung beschlossen und seine Umsetzung gestartet. Der Aktionsplan richtet sich an alle öffentlichen Auftraggeber in Österreich, somit auch an das BRZ. Er enthält einen Umweltkriterien-Katalog für Produkte aus insgesamt 16 Beschaffungsgruppen, die zum Teil aus einem von der Europäischen Kommission entwickelten Toolkit übernommen wurden. 2019 wurde eine Servicestelle für nachhaltige öffentliche Beschaffung (die sog. naBe-Plattform) in der Bundesbeschaffung GmbH, in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), geschaffen, um die Ziele des naBe-Aktionsplans noch besser umzusetzen.

Nachhaltige Beschaffung (naBe) ist die Beschaffung
  • umweltfreundlicher Produkte und Leistungen
  • unter den Geboten der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit,
  • bei deren Herstellung und Leistungserbringung soziale Standards eingehalten werden.

Abrufe aus Verträgen der BBG

Das BRZ beschafft ausgewählte standardisierbare Produkte durch Abrufe aus Rahmenvereinbarungen der Bundesbeschaffung GmbH (BBG). Die naBe-Kriterien in den 16 betroffenen Beschaffungsgruppen sind in Ausschreibungen der BBG verpflichtend anzuwenden. NaBe-konform beschaffte Produkte/Dienstleistungen sind im E-Shop der BBG durch das naBe-Logo gekennzeichnet und es kann daher nach diesen Produkten extra gefiltert werden. Es ist also sichergestellt, dass das BRZ Strom, PCs und Notebooks, Server, Netzwerk- und Storage-Systeme, aber auch Kopier- und Hygienepaper naBe-konform beschafft.

BRZ-Ausschreibungen

Das BRZ selbst führt unter anderem für Server und Storage- Komponenten, Software und externe Dienstleistungen auch eigene Vergabeverfahren durch. Die Berücksichtigung ökologischer Aspekte kommt lediglich bei der Beschaffung von Server- und Storage-Komponenten in Betracht. Obwohl im Aktionsplan für nachhaltige Beschaffung keine Kriterien für Server- und Storage-Systeme definiert sind, wird die Energieeffizienz als zentrales ökologisches Kriterium im Bereich IT-Hardware im Rahmen eines Bewertungskriteriums berücksichtigt. Selbstverständlich werden im Rahmen der Preisbewertung auch Folgekosten wie Betriebs- und Wartungskosten miteinbezogen. Bei der Beschaffung von externen Dienstleistungen ist eine Zusicherung der gesetzlich vorgesehenen Einhaltung der arbeitsrechtlichen Standards durch die Bieter/innen selbstverständlich.
Die Eignungskriterien werden nach Möglichkeit immer so gewählt, dass KMU von der Teilnahme an Vergabeverfahren nicht ausgeschlossen sind.