3. Standardisiere und nutze Vorhandenes

Ich erfinde das Rad nicht neu.

  • Ich verwende ein konsistentes, modulares Design.
  • Ich verwende Standards und offenen Quell-Code.
  • Ich verstehe die Systeme und Werkzeuge.
  • Ich wähle die geeigneten Werkzeuge und Technologien.
  • Ich berücksichtige Wiederverwendung (Re-Use) im Design.

Was bedeutet das für mich konkret?

  • Ich designe eine modulare Architektur, die leicht zu erweitern und zu warten ist.
  • Ich berücksichtige dabei, dass die Gesamtheit der Services konsistent ist.
  • Ich verwende allgemein akzeptierte Standards, Techniken, Frameworks, Komponenten, Daten und Methoden.
  • Ich identifiziere Wiederverwendbares, verwende dieses und stelle neue Entwicklungen als Wiederverwendbares zur Verfügung.
  • Ich prüfe die Einsatzmöglichkeiten von Open Source und setze diese gezielt ein.
  • Ich habe das Bewusstsein dafür, dass nicht jedes Werkzeug für alle Technologien und Einsatzbereiche geeignet ist.

Warum ist das ein Prinzip?

Die Verwendung von vorhandenen Services, Designs, Prozessabläufen, Tools etc. führt zu Effizienzsteigerungen und zu einer Reduktion der Fehlerquote. Die Anlehnung an bestehende Templates ist ein wichtiger Bestandteil der Wiederverwendung von erprobten Lösungen und führt zu Verbesserung von Architekturen und Lösungen.

Anwender/innen
  • nutzen eine vertraute User-Experience, die über mehrere Services konsistent angeboten wird.
  • müssen dieselben Daten nicht mehrfach erfassen (Once-only-Prinzip).
Anbieter von digitalen Services
  • stellen sicher, dass alle Service klar, einfach und userfreundlich sind (konsistente User-Experience).
  • nutzen wiederverwendbaren Komponenten im Design.
  • setzen auf bewährte Werkzeuge, Services, Daten, Informationen und Methoden.
  • konzentrieren sich auf die Service-spezifischen Teile statt auf die komplette Neuentwicklung bereits vorhandener Bestandteile.
  • reduzieren die Transaktionskosten durch Verwendung einheitlicher Definitionen und Datenmodelle.
  • verwenden Standards und erhöhen die Transparenz von Prozessen und Ergebnissen.
  • reduzieren die Komplexität auf ein notwendiges und handhabbares Maß.

Wie setze ich das Prinzip praktisch um?

Definiere einen Styleguide

Ich definiere einen Styleguide, der den Benutzer/innen ein einheitliches Erscheinungsbild und eine einheitliche Bedienung über alle Services bietet.

Wiederverwendbare Elemente

Ich identifiziere und beschreibe wiederverwendbare Elemente
  • Standards, Techniken, Frameworks, Komponenten, Code, Daten und Methoden
  • Einschränkungen, Rahmenbedingungen, Abhängigkeiten, Vor- und Nachteile
Vereinheitliche Geschäftsprozesse

Ich vereinheitliche Prozesse, Prozessabläufe oder Prozessschritte und sorge für wiederverwendbare Elemente.

Optimiere den Geschäftsprozess

Ich optimiere den Prozess und reduziere die Anzahl der Prozessschritte und der Beteiligten.

Flexible Prozesse

Ich designe ein im Kern standardisiertes, aber dennoch flexibles Service.

Betrachte das Gesamtbild

Ich identifiziere und beschreibe wie oder wo das Service (oder Teile davon) wiederverwendet werden kann und stelle die Ergebnisse zur Verfügung.

Designe die Wiederverwendung

Ich designe und entwickle eine modulare Architektur, sodass
  • die Verwendung für mehrere Zwecke möglich ist.
  • die Komponente, das Service, das Tool, etc. ausgetauscht werden kann, ohne andere Services etc. zu beeinträchtigen.
  • die Komponente, das Service, das Tool, etc. skalierbar ist.
Messe den Erfolg
  • Ich berücksichtige im Design des Services, dass Kennzahlen erhoben werden können.
  • Ich verwende wiederverwendbare Elemente, die quantitative und qualitative Erhebung und den Vergleich anhand von Kennzahlen erleichtern.
  • Ich definiere die Kennzahlen frühzeitig.