Geschichte des Unternehmens

Das BRZ ist heute als der IT-Dienstleister der österreichischen Bundesverwaltung der marktführende E-Government-Partner in Österreich. Als erfolgreiches, privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen stellt das BRZ einen wichtigen, aus der heimischen E-Government-Landschaft nicht mehr wegzudenkenden, Partner für den Bund und bundesnahe Organisationen dar.

Vom Bundesrechenamt zur Bundesrechenzentrum GmbH

Die Geschichte des BRZ reicht zurück ins Jahr 1971, als die Bundesregierung das ADV-Konzept für die Bundesverwaltung beschlossen: „Zum Zwecke der erforderlichen Strukturbereinigung ist eine weitgehende Konzentration der EDV-Anlagen auf einige wenige Schwerpunkte anzustreben.“ Dafür errichtete der Bund ein Schwerpunkt-Rechenzentrum im Bundesrechenamt und konzentrierte dort die Bundesbesoldung und die Bundeshaushaltsverrechnung. So konnten schon in den 70er- und 80er-Jahren Produktivität und Effizienz enorm gesteigert werden.

1992 definierte die Bundesregierung im Informatik-Leitkonzept drei Schwerpunkte: Die Interaktion mit Bürger/innen und Wirtschaft, die betriebswirtschaftliche Ausrichtung der IT und die technische Standardisierung. Organisatorisch war dafür ein Service-Rechenzentrum für Standardanwendungen und ein Expertenzentrum für IT- und Verwaltungs-Know-how geplant.

1997 wurde das Konzept erfolgreich umgesetzt: Die IT-Bereiche des Bundesrechenamtes wurden in die Bundesrechenzentrum GmbH ausgelagert. Seither ist das Unternehmen im Eigentum der Republik Österreich, vertreten durch den Finanzminister. Die Gründe für die Ausgliederung des BRZ aus dem Bund lagen in dem Bestreben Ressourcen zu bündeln, Kompetenzen zu konzentrieren, flexible Gehaltsformen einzuführen und interne Prozesse zu modernisieren. Von Beginn an war das BRZ auch Full-Service-Provider für das Finanz- und Justizministerium. 1998 wurde das Schulrechenzentrum des Unterrichtsministerium in das BRZ eingegliedert, 1999 ein Teil des land- und forstwirtschaftlichen Rechenzentrums und ab 2006 Teile der IT des Sozialministeriums.

BRZ-Gesetz als Grundlage

Position, Markt und Aufgaben des nun privatwirtschaftlich geführten Unternehmens wurden im BRZ-Gesetz festgelegt. Demnach soll das BRZ gesetzlich übertragene IT-Aufgaben im öffentlichen Wettbewerb gewonnene Aufträge ausführen – insbesondere Entwicklung, Wartung und Betrieb von IT-Anwendungen und IT-Infrastruktur sowie Beschaffung und Bereitstellung von IT-Betriebsmitteln. Kernmarkt sind die Bundesministerien und nachgeordneten Dienststellen, oberste Organe und ausgegliederte Rechtsträger, wie das Arbeitsmarktservice, Universitäten und die Buchhaltungsagentur des Bundes. Darüber hinaus wurde für gesetzlich übertragene Aufgaben des Bundes die Betriebspflicht vereinbart und sichergestellt, dass der Betrieb der Anwendungen über Jahrzehnte zur Verfügung gestellt wird.

Das BRZ heute

Seit der Ausgliederung 1997 konnte das BRZ zahlreiche Projekte erfolgreich initiieren und umsetzen und hat sich auch als wichtigster Partner des Bundes im E-Government etabliert. Mitentscheidend für den Erfolg waren und sind die Partnerschaften mit der österreichischen IT-Wirtschaft. Etwa zwei Drittel des Leistungsvolumens bezieht das BRZ vom Markt und fungiert damit als wertsteigernde Plattform zwischen dem privaten Sektor und der öffentlichen Verwaltung. Dank der IT-Kompetenz und dem Verwaltungsprozess-Know-how unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das BRZ heute der wichtigste und größte IT-Dienstleister der Verwaltung mit einem Marktanteil von ca. 55%.

Als Grundvoraussetzungen für Kosteneffizienz und optimale Servicequalität sind Faktoren wie Standardisierung, Konsolidierung, Automatisierung und Wiederverwendung unerlässlich. Ziel ist es, Skalen- und Synergieeffekte ideal zu nutzen und den Einsatz von IT-Experten optimal zu koordinieren. Durch diese Maßnahmen konnte das BRZ seit dem Jahr 2008 mehr als 226 Mio. Euro für seine Kunden einsparen. 

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