Trusted Government Cloud Austria

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Cloud Computing ist nicht neu, doch der Analyst Gartner zählt das Thema auch heuer wieder zu den aktuellen IT-Trends. Im Rahmen der "LSZ Branchenkonferenz Behörden" stellte das BRZ seine Vision für eine österreichische Verwaltungs-Cloud vor.

Bei der diesjährigen „LSZ Branchenkonferenz Behörden“ präsentierten und diskutierten zahlreiche namhafte Referentinnen und Referenten aus der Verwaltung sowie Partner aus Forschung und Wirtschaft unter anderem den Arbeitsplatz der Zukunft, Cybercrime und Cyber Security, Verwaltung 4.0 sowie Chancen und Risiken von Big Data-Analysen und Cloud Computing.

Synergieeffekte in der Cloud nutzen

DI Thomas Janisch (BRZ) Bild vergrößern

In seinem Vortrag „Trusted Government Cloud Austria“ verglich DI Thomas Janisch, Bereichsleiter Infrastruktur im BRZ, Cloud Computing mit Carsharing: „Der Trend geht dazu, Ressourcen zu nutzen, anstatt sie zu besitzen.“ Besonders für die Cloud geeignet seien standardisierte Services für standardisierte Anforderungen. So können Synergieeffekte optimal genutzt werden. 

Außerdem sind Cloud-Lösungen skalierbar und kommen somit flexibel je nach Bedarf zum Einsatz. Das BRZ verfolgt darüber hinaus einen bimodalen Ansatz. „Wir verstehen das Thema Cloud nicht als ‚entweder oder‘, sondern als ‚sowohl als auch‘“, so Thomas Janisch. Neben Standardprodukten aus der Cloud wird es natürlich weiterhin Individuallösungen für spezielle Kundenanforderungen geben. 

Paradigmenwechsel in der IT

DI Roland Jabkowski (BRZ-Geschäftsführer) Bild vergrößern

IT-Konsolidierung, Skaleneffekte, Kosteneffizienz, Sicherheit und Qualität sind auch für BRZ-Geschäftsführer DI Roland Jabkowski die Hauptargumente für eine österreichische Verwaltungs-Cloud. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Verwaltung 4.0“ hält er fest: „Cloud ist weit mehr als eine neue Technologie oder die Bereitstellung einiger IT-Produkte. Cloud ist Ausdruck eines Paradigmenwechsels in der Art, wie Unternehmen und auch die Verwaltung IT künftig nutzen werden.“

Das BRZ strebt die Errichtung einer vertrauenswürdigen Verwaltungs-Cloud an, die gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung umgesetzt werden soll. Ziel ist es, sichere Cloud-Services für Österreich bereitzustellen. Doch eines ist Roland Jabkowski dabei wichtig: „Fachlichkeit ist dezentral, IT-Services hingegen sind zentral. Das heißt, auf der einen Seite gibt es die fachliche Ressorthoheit der Ministerien mit speziellen Anforderungen. Auf der anderen Seite braucht es konsolidierte, kosteneffiziente und maximal synergienutzende IT-Services.“ Die österreichische Verwaltungs-Cloud wäre ein solches Service.