Wien forciert Open Data-Kooperationen

Open Government Wien

Auf dem neuen Open Government-Portal der Stadt Wien stehen bereits mehr als 100 Anwendungen zur Verfügung, die auf Grundlage von öffentlichen Daten entwickelt wurden. Als gemeinsame Datenbasis für die offenen Wiener Daten dient das Portal data.gv.at, das vom BRZ betrieben wird.

Open Government Data (OGD) bezeichnet die Idee, dass von der Verwaltung gesammelte öffentliche Daten frei zugänglich gemacht werden. Beispiele dafür sind etwa Geo-, Verkehrs-, Umwelt-, Budget- oder statistische Daten. Personenbezogene Informationen gehören nicht dazu, sie werden nicht veröffentlicht. Die Daten werden in maschinen-lesbarer Form zur Verfügung gestellt, sodass diese auch automatisiert weiter verarbeitet werden können. Offene Standards bei den Schnittstellen und der Software ermöglichen mehr Transparenz, Partizipation und Kollaboration. Unternehmen sowie Bürger/innen können mit den angebotenen Daten selbst neue Anwendungen und Dienste erstellen.

Über 100 Apps und Visualisierungen

Im Anwendungsverzeichnis auf open.wien.gv.at, dem neuen Open Government-Portal der Stadt Wien, sind bereits mehr als 100 Apps und Visualisierungen gelistet, die auf Basis von offenen Daten entstanden sind. Darunter beispielsweise die beim apps4austria-Wettbewerb prämierte Applikation "Woody", mit der sich auf spielerische Weise Wiens Bäume entdecken lassen. Andere Anwendungen beschäftigen sich vor allem mit Kunst und Kultur, dem öffentlichen Verkehr oder mit dem Thema "Parken in Wien".

Als gemeinsame Datenbasis für die offenen Wiener Daten dient data.gv.at. Auf diesem, vom BRZ betriebenen Portal sind alle in Österreich als offene Verwaltungsdaten zugänglich gemachten Datensätze zentral auffindbar. Die Vereinbarung über diese Zusammenarbeit haben die Stadt Wien, das Bundeskanzleramt und das BRZ vor kurzem unterzeichnet. Solche Kooperationsverträge ermöglichen die Nutzung von Synergieeffekten in der österreichischen Verwaltung. 

Die Kooperationspartner/innen bei der Vertragsunterzeichnung Die Kooperationspartner/innen bei der Vertragsunterzeichnung (v. li.): DI Günther Tschabuschnig und Ing. Roland Ledinger (BKA), DI Norbert Weidinger und DI Johann Mittheisz (Magistratsdirektion der Stadt Wien), DI Roland Jabkowski (BRZ), Dr. Johann Klar (Stadt Wien, MA14), Ing. Brigitte Lutz (Magistratsdirektion der Stadt Wien), Gerhard Hartmann (Stadt Wien, MA14), Ing. Günther Lauer (BRZ)

Cooperation OGD Österreich

Die Stadt Wien hat schon 2011 erkannt, dass nur durch Kooperationen im Bereich Open Government eine rasche Entwicklung sichergestellt werden kann. Gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt und den Städten Graz, Linz und Salzburg wurde die "Cooperation OGD Österreich" gegründet. Bund, Länder, Städte und Gemeinden wollen dabei in Kooperation mit den Communities, Wissenschaft, Kultur und der Wirtschaft die Basis für die Zukunft von Open Government Data in Österreich legen.

Durch die Einigung auf gemeinsame Standards sollen effektive Rahmenbedingungen geschaffen werden, die zum Nutzen aller Interessensgruppen sind. Vor kurzem wurde ein weiteres Ziel der Kooperation erreicht, nämlich Synergien im Betrieb der Datenportale zu erreichen. Als Kern der Synergie wurde von einer Expertengruppe der "Cooperation OGD Österreich" der Betrieb der CKAN-Instanz identifiziert. Das Comprehensive Knowledge Archive Network (CKAN) ist ein webbasiertes System zum Speichern und Verteilen von Daten, das auch international für Open Data-Projekte genutzt wird.