Trend: Software-defined Networking

Silicon Valley

Nun wird auch das Netzwerk virtuell. Die Technologien des an der Stanford University geprägten Begriffs „Software-defined Networking“ (SDN) haben die Unternehmen des Silicon Valley erreicht. Das Nutzenpotenzial ist groß, aber es wird noch dauern bis diese in den Rechenzentren rund um den Globus Einzug halten werden.

LSZ Consulting organisierte eine Studienreise in das SiliconValley. Die Teilnehmer konnten eine große Vielfalt an Unternehmen besuchen. Diese reichten von Juniper, CA, Symantec und Fortinet über VMware und EMC bis zu Salesforce und Google.  

In beinahe allen Präsentationen war ein zentraler Begriff zu finden: Software-defined Networking. Kein Wunder, denn Gartner spricht von einem wahren Goldrausch für die Produkthersteller. Und das nicht ohne Grund: Der versprochene Nutzen hinsichtlich Kosteneinsparung, Flexibilität und Effizienzsteigerung ist durchaus beeindruckend.  

Intelligenter Transport

Besonders in einer IT-Welt, in der Serverleistungen schon weitgehend virtualisiert sind, stellt die Netzwerkinfrastruktur in ihrer Flexibilität immer öfter einen Engpass dar. Bei Software-defined Networking handelt es sich im Grunde um nichts anderes als die Virtualisierung des Netzwerks. Die neuen Netzwerkarchitekturen trennen den intelligenten Teil des Netzwerkmanagements (Control Plane) vom operativen Transport der Datenpakete (Data Plane).  

Vergleichsweise „intelligenzarme“, energiesparende und kostengünstige Switches (Anm.: Kopplungselemente, die Netzwerksegmente miteinander verbinden) leiten demnach nur noch Pakete weiter, während wenige leistungsstarke und intelligente Server die Transportplanung übernehmen. Das Gehirn des Netzwerks wird zentralisiert und die darunter liegende Netzwerkinfrastruktur von den Anwendungen fern gehalten.  

Große Herausforderungen

Die Erwartungen sind hoch. Bis zur merkbaren Durchdringung in Rechenzentren ist allerdings noch viel zu tun. So soll es laut Forrester noch etwa fünf Jahre dauern, bis die Produkte für den breiten Einsatz in Enterprise Networks reif sind. Denn die praktischen Erfahrungen sind immer noch beschränkt und die Integration in bestehende Netzwerke ist mit einem hohen Aufwand verbunden. 

Großes Nutzenpotenzial

Der Vorteil ist, dass die Konfiguration der Netzwerkhardware nicht mehr manuell sondern automatisiert durch Software erfolgen kann. Das physische Netzwerk lässt sich zentral steuern und der manuelle Aufwand nimmt ab, was eine drastische Effizienzsteigerung mit sich bringt. Darüber hinaus kann die Zeit verringert werden, die für die Bereitstellung von Netzwerkkomponenten benötigt wird.  

Durch die Zentralisierung der Intelligenz können Redundanzen und inkonsistente Konfigurationen reduziert oder gar eliminiert werden. So sollen Netzwerke flexibler administriert, Bereitstellungszeiten verringert und Kosten gesenkt werden. 

Flexibilität und Effizienz

Die Message des Silicon Valley an die Vertreter der LSZ-Studienreise aus dem Bundesministerium für Inneres, dem Ministerium für ein lebenswertes Österreich und zahlreiche weitere CIOs aus Wirtschaft und Verwaltung sowie des BRZ ist klar: Die Produkte für Software-defined Networking sind angekommen! Werden die versprochenen Vorteile gehalten, dann bringen die neuen Technologien auch der österreichischen Verwaltung noch mehr Flexibilität und Effizienz.

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