EU: Neuer E-Government Action Plan

e Government Action Plan 2016-2020

Die EU-Kommission strebt einen gemeinsamen digitalen europäischen Binnenmarkt an. Ein Schlüsselelement auf dem Weg dazu ist die digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung. Diese soll durch den neuen E-Government Action Plan, an dem auch das BRZ mitwirkt, beschleunigt werden.

E-Government-Anwendungen unterstützen die administrativen Prozesse der Verwaltung und erhöhen so die Effizienz des öffentlichen Sektors. Bürger/innen und Unternehmen profitieren von der besseren Qualität der Dienstleistungen. Die Interaktion mit der Verwaltung erfolgt schneller, bequemer und transparenter. Für die Europäische Kommission trägt E-Government deshalb maßgeblich zur Realisierung des digitalen Binnenmarkts bei.

Der E-Government Action Plan ist ein wichtiges politisches Instrument, um die Modernisierung der öffentlichen Verwaltungen innerhalb der Europäischen Union voranzutreiben. Er fördert die Kooperation und Kollaboration der einzelnen Mitgliedstaaten und führt zu gemeinsamen E-Government-Initiativen und -Projekten.

Positive Entwicklung

Der letzte E-Government Action Plan 2011-2015 wurde evaluiert. Das Ergebnis: Die darin vorgeschlagenen Strategien haben die Entwicklung von E-Government auf nationaler und europäischer Ebene sehr positiv beeinflusst. Das Potenzial von grenzüberschreitenden Anwendungen für  Bürger/innen und Unternehmen ist jedoch noch nicht voll ausgeschöpft. 

Der neue E-Government Action Plan 2016-2020 gibt konkrete Maßnahmen vor, die den Mitgliedsstaaten helfen, effektive, effiziente und benutzerfreundliche E-Government-Services zu entwickeln. Diese sollen den Bedürfnissen und Anforderungen der europäischen Bürger/innen und Unternehmen gerecht werden.

Weiters soll er die Wettbewerbsfähigkeit der EU erhöhen sowie die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Europa heben.

Einige Schwerpunkte des neuen E-Government Action Plan 2016-2020:

  • Die Nachhaltigkeit der Infrastruktur von grenzüberschreitenden digitalen Services sicherstellen.
  • Die Entwicklung eines einheitlichen europäischen Katalogs mit IKT-Standards, der bei der Vergabe öffentlicher Aufträge unterstützt.
  • Der Ausbau des europäischen Justiz-Portals zum One-Stop-Shop.
  • Die obligatorische Vernetzung von nationalen Unternehmens- sowie Insolvenzregistern.
  • Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Entwicklung von grenzüberschreitenden elektronischen Gesundheitsdiensten.

BRZ unterstützt Action Plan

Anlässlich des neuen E-Government Action Plan wurde Ende letzten Jahres eine öffentliche Anhörung durchgeführt. Damit holte man europaweit Meinungen von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen oder privaten Organisationen ein. Die innerhalb von 12 Wochen mittels Online-Fragebogens erhobenen Standpunkte wurden analysiert und bei der Erstellung des Plans berücksichtigt.

Bei diesem Meinungsbildungsprozess hat sich auch das BRZ in zweifacher Weise beteiligt: Einerseits vertrat es seine Standpunkte in seiner Rolle als IT-Dienstleister der österreichischen Bundesverwaltung, andererseits als Teil der Allianz der Europäischen Verwaltungs-IT-Dienstleister (Euritas). Es ist erfreulich, dass sich die E-Government-Schwerpunkte des BRZ und der Euritas-Mitglieder in den oben genannten Schwerpunkten des Action Plans widerspiegeln.

E-Government Action Plan 2016-2020

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