EU: Digitale Agenda schafft Arbeitsplätze

Digitale Agenda für Europa

Die Ankurbelung von Wachstum und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sind zentrale Punkte im diesjährigen Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission. Es enthält auch ein Paket für den digitalen Binnenmarkt. Dieses fokussiert auf jene Bereiche, in denen bisher noch zu wenig umgesetzt wurde – etwa die Stärkung der Cyber-Sicherheit.

Die sogenannte Digitale Agenda für Europa (DAE) soll die europäische Wirtschaft stärken und den Bürger/innen sowie Unternehmen helfen, nachhaltigen Nutzen aus digitalen Technologien zu ziehen. Sie ist die erste von sieben Leitinitiativen innerhalb der Wachstumsstrategie „Europa 2020“ der EU und ist das politische Referenzdokument für den Bereich Informationsgesellschaft für die kommenden Jahre.

Die Erstfassung der DAE beinhaltet 101 Maßnahmen mit 13 spezifischen Zielen – darunter die Forcierung des Breitbandausbaus im gesamten EU-Raum, die Erhöhung der Breitbandgeschwindigkeit oder die Steigerung der Nutzung von E-Government-Diensten. Weitere Schwerpunkte der DAE sind eine gemeinsame EU-Cyber-Sicherheitsstrategie, der Ausbau von Cloud Computing und die Einführung einer neuen Elektronikindustrie-Strategie. Später kamen Maßnahmen zur Wachstumsförderung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen dazu. Über 50 Prozent der Produktivität basieren mittlerweile direkt oder indirekt auf Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

Ein Blick in die Zukunft

Die vollständige Umsetzung der DAE könnte in den nächsten acht Jahren das europäische BIP um 5 % bzw. um 1.500 Euro pro Person erhöhen. Folgende Maßnahmen sind dafür notwendig:

  • Erhöhung der Investitionen in IKT
  • Verbesserung der eSkills Level am Arbeitsmarkt
  • Ermöglichung von Innovationen im öffentlichen Sektor
  • Reform der Rahmenbedingungen für die Internetwirtschaft

Durch den Ausbau der Infrastruktur könnten auch 1,2 Mio. Arbeitsplätze geschaffen werden - auf lange Sicht würde dies einem Anstieg auf 3,8 Millionen in der gesamten Wirtschaft entsprechen.

BRZ - Partner bei EU-Projekten

Die politischen Ziele der DAE werden finanziell von Förderprogrammen wie „Horizon 2020“ unterstützt. Dieses soll die Wettbewerbsfähigkeit Europas durch eine verstärkte Zusammenarbeit und Koordinierung sowie Beseitigung von Einzelaktivitäten aufrechterhalten. Das BRZ nimmt gemeinsam mit seinen Kunden u. a. das Bundesministerium für Finanzen und der Allianz der europäischen Verwaltungs-IT-Dienstleister (Euritas) aktiv an „Horizon 2020“ teil.

Außerdem ist das BRZ Partner bei Cloud4Europe. Das Projekt unterstützt den Einsatz von Cloud Computing in der öffentlichen Verwaltung und die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Industrie. Cloud4Europe wird von der Europäischen Kommission innerhalb des Forschungs-Rahmenprogramms FP7 kofinanziert.

Digital Agenda for Europe
Euritas
Cloud4Europe
Horizon 2020