Deutsche Wirtschaft: Cloud Computing im Trend

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Fast die Hälfte der deutschen Unternehmen setzt laut „Cloud Monitor 2015“ von BITKOM Research Cloud-Services ein. Dabei macht die Mehrheit positive Erfahrungen. Lediglich die Datensicherheit in der „digitalen Wolke“ sorgt laut Nationaler Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit für Unsicherheit.

Im vergangenen Jahr haben in Deutschland 44 Prozent aller Unternehmen Cloud Computing eingesetzt. In fast jedem vierten wird der Einsatz bereits geplant oder diskutiert. In großen Unternehmen ab 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört die Technologie bereits zum Standard. Hier setzen bereits 70 Prozent Cloud-Lösungen ein. Diese Ergebnisse finden sich im aktuellen „Cloud Monitor 2015“ des Digitalverbands BITKOM.

Durchwegs positive Erfahrungen

Als Cloud Computing bezeichnet man die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenkapazitäten oder Software über Datennetze. Das Netzwerk kann ein unternehmens- und organisationsinternes Intranet (Private Cloud Computing) oder das öffentliche Internet (Public Cloud Computing) sein. Nach den Ergebnissen der Umfrage nutzen 39 Prozent der Unternehmen IT-Services aus einer Private Cloud. Wichtigste Anwendung ist hier mit 36 Prozent die sogenannte Groupware mit Funktionen wie E-Mail, Messenger oder Terminplaner.

Die Erfahrungen sind überwiegend positiv. Die wichtigsten Ziele, die mit der Einführung von Cloud-Diensten verbunden sind – etwa besserer mobiler Zugriff auf IT-Ressourcen, mehr Flexibilität oder verringerter Administrationsaufwand –, wurden bei den meisten Unternehmen erreicht. „Cloud Computing hat sich zu einer der zentralen Technologien der digitalen Welt entwickelt“, so BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. „Cloud-Services machen Unternehmen flexibler, mobiler und effizienter.“ Aus Sicht des BITKOM ist es auch gesamtwirtschaftlich wichtig, dass Unternehmen die Chancen von Cloud Computing nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Immer noch Sicherheitsbedenken

Nach den Ergebnissen der BITKOM-Umfrage bremsen Sicherheitsbedenken eine intensivere Nutzung von Cloud Computing in der deutschen Wirtschaft. 60 Prozent der befragten Unternehmen befürchtet einen unberechtigten Zugriff auf sensible Daten.

Die Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFIS e.V.) mit Sitz in Frankfurt am Main ortet in ihrer aktuellen Studie „IT-Sicherheit und Datenschutz 2015“ noch mehr Skepsis. Bei 84 Prozent der deutschen Unternehmen hierzulande herrscht große Unsicherheit darüber, ob ihre Daten in der „digitalen Wolke“ noch sicher sind.

65 Prozent meinen, dass es oft intransparent sei, ob ihre Daten nicht doch an US-Behörden weitergeben werden – selbst von Cloud-Dienstleistern, die in Europa die Daten ihrer Kunden verwalten. So haben die Spionage-Skandale 88 Prozent der deutschen Wirtschaft in puncto Datenschutz sensibilisiert. Dementsprechend werden sich die Ausgaben für IT-Sicherheit und Datenschutz 2015 weiter erhöhen.

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