Cybercrime Report: IT-Sicherheit als Gebot der Stunde

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Der aktuelle Cybercrime Report des Bundeskriminalamts zeigt auf: Cyber-Kriminalität betrifft uns alle. Vorrangiges Ziel von Hacker-Angriffen sind vor allem Organisationen in den Bereichen „Verwaltung“ und „Rechenzentrum“. Cyber-Sicherheit ist deshalb auch zentraler Bestandteil der BRZ-Unternehmensstrategie.

Der „Cybercrime Report 2014“ informiert überblicksartig über Cyber-Kriminalität. Für das Bundeskriminalamt ist Cybercrime ein sehr dynamisches und hochinnovatives Kriminalitätsphänomen. Kriminelle können praktisch rund um die Uhr in den verschiedensten Ländern der Erde aktiv werden, während sich ihre Serverinfrastruktur an anderen Orten befindet. Die Internationalität dieser Kriminalitätsform verbunden mit den Möglichkeiten von Verschlüsselung und Anonymisierung erklären die ständig steigende Zahl von Cyber-Angriffen.

Im Bereich der Cyber-Kriminalität ist im Zehn-Jahresvergleich ein deutlicher Trend nach oben ablesbar. Das ist durch die zunehmende Verbreitung von Computern - speziell in Form von Smartphones und Tablets -, dem Ausbau von Netzwerken und hier vor allem mobilen Breitbandverbindungen zu erklären. Da die IKT dadurch zu einem ständigen Begleiter im Alltag geworden ist, entstehen laufend neue Kriminalitätsphänomene.

Beliebte Cyber-Angriffsformen 

  • Falsche Microsoft-Mitarbeiter/innen
    Kriminelle behaupten am Telefon, der PC des potenziellen Opfers sei mit Viren verseucht. Die vermeintliche Entfernung der Viren wird in Rechnung gestellt, zusätzlich wird Schadsoftware installiert, mit der Daten abgesaugt werden.
  • Ransomware 
    Darunter versteht man Software, die den Zugang zu den Geräten ihrer Opfer sperrt. Für die Freigabe wird "Lösegeld" gefordert. Mittlerweile sind solche Programme auch für Smartphones und Tablets im Umlauf. Auch Unternehmen sind zunehmend von derartigen Attacken betroffen.
  • Notfall-E-Mails
    Mittels Hacking- oder Phishing-Attacken werden fremde E-Mail-Accounts übernommen. An die Kontakte des Opfers werden E-Mails gesendet, die üblicherweise auf eine finanzielle Notlage hinweisen. Die Überweisung eines Geldbetrags soll Abhilfe schaffen.

Verdächtige Wahrnehmungen können der Meldestelle für Cyber-Kriminalität gemeldet werden. 2014 wurde ein 24/7-Betrieb eingerichtet, um etwaige Sofortmaßnahmen zeitnah veranlassen zu können - 900 telefonische Anfragen und rund 9.500 E-Mails wurden bearbeitet.

Das bringt die Zukunft

Das Gefährdungs- und Schädigungspotenzial durch Cybercrime bleibt unverändert hoch. Neben den Zugangsdaten im Onlinebanking werden alle Formen der digitalen Identität ausgespäht und in Folge missbräuchlich eingesetzt. Das Deliktsfeld Cybercrime entwickelt sich weiterhin dynamisch. Technologische Neuerungen werden von Kriminellen auf Schwachstellen und Eignung für kriminelle Aktivitäten untersucht und auch entsprechend eingesetzt. 

Die Anpassungs- und Innovationsfähigkeit der Täter erklärt sich anhand der Täterstrukturen, die sich verändert haben. Es agieren überwiegend kriminelle Organisationen, die zumeist auf internationaler Ebene arbeitsteilig und interdisziplinär zusammenarbeiten. Zur wirksamen Bekämpfung setzt das Bundeskriminalamt deshalb auf operative, länderübergreifende Ermittlungen und eine Vielzahl internationaler Kooperationsmaßnahmen.

Zusammenarbeit für mehr Sicherheit

Kooperationen sind auch ein wichtiges Kernelement des BRZ-Sicherheitskonzepts. Der Informationsaustausch über aktuelle Angriffsmethoden, Wahrnehmungen an den eigenen Sicherheitssystemen oder Warnungen aus vertraulichen Quellen ist Grundlage für eine effiziente Sicherheitsstrategie.

„Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des BRZ-Sicherheitskonzepts ist die aktive Rolle des Unternehmens in verschiedenen Kooperationen mit Behörden, Unternehmen und Organisationen, die im Sicherheitsumfeld aktiv sind. Entscheidend ist dabei auch die enge Zusammenarbeit mit den BRZ-Kunden“, so BRZ-Chief Information Security Officer Ing. Johannes Mariel.

Cybercrime-Reports
Meldestelle für Cyber-Kriminalität

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