Big Data nimmt stark an Fahrt auf

Big Data

Big Data liegt im Trend. Aber was ist unter Big Data zu verstehen? Wohin geht die Reise? Und wie viel Potenzial hat die Technologie in Österreich? Eine aktuelle Umfrage von IDC unter fast 150 IT-Managern klärt auf. 

Der Begriff Big Data bezeichnet Datenmengen, die zu umfangreich oder zu komplex sind, um sie mit klassischen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten. Im Zusammenhang mit Big Data werden oft die vier „V“ erwähnt. Diese stehen für:

  • Volume: Große Datenmengen speichern und verarbeiten
  • Variety: Strukturierte und unstrukturierte Daten, aus verschiedensten Quellen
  • Velocity: Echtzeitanalyse der Daten
  • Veracity: Korrektheit der Daten sicher stellen

Big Data in Österreich

IDC hat unter nahezu 150 österreichischen IT-Mangerinnen und -Managern eine Umfrage durchgeführt. Ziel war, den Status quo von Big Data in österreichischen Unternehmen zu erfassen.

Von den Befragten geben 47 Prozent an, dass der Einsatz von Big Data-Lösungen im Unternehmen ernsthaft diskutiert wird. Der Anteil jener Firmen, für die Big Data kein Thema ist, ist von 62 Prozent im Vorjahr auf 39 Prozent gesunken. Dies entspricht dem internationalen Trend, wobei dieser Trend etwa in Deutschland oder den USA noch stärker ist.

Im letzten Jahr ist die in den Unternehmen verarbeitete Datenmenge um 22 Prozent gewachsen. Über dem Schnitt liegen Großunternehmen und der öffentliche Bereich. In den kommenden drei Jahren wird mit einem jährlichen Wachstum der Daten um durchschnittlich 24 Prozent gerechnet. 

In der aktuellen Ausgabe der Computerwelt werden die wichtigsten Big Data-Trends 2014 vorgestellt: 

  • Die Big Data-Verbreitung im europäischen Wirtschaftsraum hinkt zwar den USA hinterher, schreitet aber dennoch kontinuierlich voran und gewinnt an Bedeutung.  
  • EU-weite Regelungen bezüglich des Datenschutzes werden großen Einfluss auf die Umsetzung von Big Data in Europa haben.
  • Big Data wird es erlauben, größere Datensets schneller zu analysieren. Smart Grids im Energiewirtschaftssektor und "Socialytics" (Anm.: die Analyse von Social Media-Daten) im Government-Bereich zur Steigerung der öffentlichen Sicherheit sowie Performance-Verbesserung werden heiß diskutiert werden.
  • Bei der Big Data-Verbreitung gibt es länderspezifische Unterschiede: Großbritannien wird etwa der Markt in Europa sein, der am stärksten auf Analyse fokussiert ist. In Österreich herrschen Bedenken bezüglich der Privatsphäre vor. So entsteht in der Öffentlichkeit eher ein negatives Bild von Big Data. Die Verbreitung wird zwar auch hierzulande steigen, aber schwächer als in den größeren Volkswirtschaften Europas.
  • Die Cloud unterstützt bei der Verbreitung von Big Data: Big Data wird Analysetechnologien in unterschiedlichen Dimensionen in die Cloud bringen und Zugang zu sehr schlagkräftigen High-Performance-Tools schaffen.

Quelle: Computerwelt


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