Euritas begrüsst zwei neue Partner

Buntes Puzzle mit italienischen und niederländischen Teilen

Die Allianz der europäischen Verwaltungs-IT-Dienstleister (Euritas) ist seit 2007 das Sprachrohr und Netzwerk der öffentlichen Rechenzentren und IKT-Dienstleister in Europa. Die zwei neuesten Mitglieder kommen aus den Niederlanden und Italien.

Samenwerking Noord ist ein Zusammenschluss von öffentlichen Unternehmen im Norden Hollands. 2010 gegründet, umfasst die Vereinigung mittlerweile 24 (halb-)staatliche Organisationen. Der generelle Zweck der Kollaboration ist der Know-how-Transfer im IT-Bereich. Ein bereits erfolgreich umgesetztes Ziel ist die Konsolidierung der Rechenzentren von 64 auf vier.

Assinter Italia wurde 2008 ins Leben gerufen. Die Non-Profit-Organisation besteht aus 16 italienischen IT-Unternehmen im öffentlichen Eigentum mit mehr als 5.000 Mitarbeiter/innen, die insgesamt mehr als 800 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.

Euritas-Mitglieder eingezeichnet auf der Europa-Karte Das Netzwerk der Euritas: Die neuen Mitglieder sind die Niederlande und Italien. Bild vergrößern

Europaweites Telepräsenz-Meeting

Mit Unterstützung von Cisco veranstaltete die Euritas vor kurzem ihr erstes virtuelles Round Table-Gespräch. An 18 Standorten in ganz Europa nahmen 46 Diskutanten aus Ministerien und IT-Unternehmen der öffentlichen Verwaltung daran teil.

Diskutiert wurde dabei wie das Geschäftsmodell und die Governance-Struktur von IT-Dienstleistern der öffentlichen Verwaltung gestaltet sein muss, um den sich verändernden Erwartungen der Bürger/innen, Unternehmen und Behörden gerecht zu werden.

Stephen Quest, Direktor der DIGIT (IT-Dienstleister der Europäischen Kommission), erörterte die Herausforderungen, die Grenzen und Möglichkeiten der digitalen Transformation innerhalb der Kommission. Er stellte außerdem die Cloud-Strategie der Kommission vor und lud die Teilnehmer/innen zu einem verstärkten Dialog zu diesem wichtigen europäischen Thema ein. Ziel der DIGIT ist es innerhalb der nächsten fünf Jahre E-Government-Services primär über die Cloud anzubieten.

E-Government-Strategien im Vergleich

Die Teilnehmer/innen erhielten außerdem interessante Einblicke in die E-Government-Strategien anderer Länder. So präsentierte Indrek Vimberg (ICT Demo Center) die sehr effizienten E-Government-Services Estlands. Diese ermöglichen ein zeitsparendes Zusammenspiel zwischen Staat, Bürger/innen sowie Unternehmen. Markus Hänsli, Stellvertretender Direktor, Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT, gab einen Einblick in die Rahmenbedingungen eines öffentlichen IT-Dienstleisters in der Schweiz.

Fazit: Die europäischen Länder stehen aufgrund vergleichbarer rechtlicher Rahmenbedingungen vor vergleichbaren Herausforderungen, wie etwa sinkende IT Budgets, die mit unterschiedlichen Lösungsansätzen bewältigt werden. Durch einen effektiven Einsatz von IKT sollen die hohen Erwartungen der Bürger/innen und  Wirtschaftstreibenden an die Verwaltung nach mehr Flexibilität und Effizienz erfüllt werden.

Euritas-Konzept findet Anklang 

Hubert Ludwig (Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern) und Günther Lauer (BRZ) stellten die Euritas und die Idee hinter dem Netzwerk vor. Das Konzept fand großen Anklang, denn derzeit gibt es keine vergleichbare Plattform von öffentlichen Rechenzentren in Europa.

Die Teilnehmer/innen waren sich einig: Der virtuelle Round Table bot eine interessante Möglichkeit ein länderübergreifendes Meeting umzusetzen, ohne dass man dafür quer durch Europa reisen musste. Der nächste Round Table ist bereits in Planung.