E-Learning-System aus Österreich auch international gefragt

Computer gezeichnet mit Kreide auf Tafel

Mit dem Export des elektronischen Lernprogramms für Rechtspraktikantinnen und Rechtspraktikanten (ELAN) nach Baden Württemberg setzte das BRZ gemeinsam mit dem Bundesministerium für Justiz (BMJ) den Startpunkt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Deutschland. Die mit dem Verwaltungspreis prämierte  Anwendung gilt als beispielgebend in Europa.

Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare werden in Österreich mit den seit 15 Jahren bewährten E-Learning-Modulen „Strafrecht“ und „Zivilrecht“ erfolgreich ausgebildet.  In einer spezifischen Deutschland-Version kommen diese seit 2011 auch in unserem Nachbarland zum Einsatz. Aufgrund des Erfolgs in Baden Württemberg haben auch weitere deutsche Bundesländer das E-Learning-System übernommen. 

Internationale Synergien 

In dieser bislang einzigartigen Konstellation arbeiten das BRZ als Produzent, das BMJ als Kooperationspartner und die E-Learning Beauftragten der deutschen Bundesländer zusammen, um eine optimale Lösung zu entwickeln. Im Vordergrund stehen dabei Synergien, die aus den positiven Erfahrungen in Österreich resultieren. Basierend auf diesen Erkenntnissen, erfolgt die strategische und taktische Richtungssteuerung in diesem internationalen Kooperationsprojekt durch einen gemeinsamen Lenkungsausschuss der teilnehmenden Bundesländer. Die besondere Herausforderung liegt darin, ein seit Jahren bewährtes System mit seiner praxisorientierten Methodik mit den teils sehr unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen immer wieder neu zu adaptieren.  

Gruppenfoto der ELAN-Konferenz-Teilnehmer/innen Österreich trifft Deutschland: Die Teilnehmer/innen der ELAN-Konferenz in Wien Bild vergrößern

Konferenz in Wien 

Nach zahlreichen Detail-Abstimmungssitzungen in und mit den einzelnen Bundesländern fand kürzlich das erste Treffen aller Projektbeteiligten in Wien statt. Dabei nahmen  zusätzlich zu  den Projektmitarbeitern aus Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen und Thüringen auch einige Vertreter interessierter Bundesländer teil. 

Projekt mit Zukunft  

Ein Schwerpunkt war die Evaluierung weiterer Rechtsbereiche, die sich für die künftige Umsetzung mittels E-Learning eignen. Außerdem wurde mit den interessierten Bundesländern die Vorgehensweise zum künftigen Beitritt in den Schulungsverbund erörtert. Das E-Learning-Projekt ist im Bereich grenzüberschreitender Kooperation zur Schaffung von Synergien und effizienter Budgetnutzung im öffentlichen Bereich beispielgebend. „ELAN hat sich bei uns in der Praxis sehr bewährt. Ich freue mich deshalb über die Zusammenarbeit beim länderübergreifenden Einsatz dieses  elektronischen Lernprogramms“, so Christine Jacobi, Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts (Justizministerium / Baden-Württemberg).