Von der Bedeutung des Feedbacks

13. Dezember 2018

„In Kettenbruck wird Feedback nicht nur als Methode verstanden, sondern ist ein Grundpfeiler des Innovationssystems. “

Schon vor ca. 15 Jahren habe ich im Sozialministerium die ersten digitalen Projekte umgesetzt. Direkt nach dem Studium bin ich voller Eifer und Engagement an meine Aufgaben herangegangen. Als junger Studienabsolvent habe ich natürlich noch keine Ahnung von den Usancen in einem Ministerium gehabt. Weder die starken Hier­archien noch die informellen Entscheidungsstrukturen waren mir ein Begriff. Auch eines der wichtigsten Erfolgskriterien der öffentlichen Verwaltung – nämlich den politischen Willen – habe ich zu spüren bekommen.  

Bei meinen ersten Projekten habe ich entscheidende Fehler gemacht: Ich habe die Expertinnen und Experten des Hauses zu wenig ein­gebunden, ich habe mir keine informellen Verbündeten gesucht und habe auch nicht die Bürgerinnen und Bürger miteinbezogen, ob denn die digitale Lösung ihre Bedürfnisse bedient. Ich habe schlichtweg vergessen, Feedback von unterschiedlichen Stakeholdern einzuho­len. Es sind aus diesem Grund auch einige Projekte nicht umgesetzt worden.  

15 Jahre später haben sich die Usancen wenig geändert, aber der Zugang zur Problemlösung sehr stark. In Kettenbruck wird Feedback nicht nur als Methode verstanden, sondern ist ein Grundpfeiler des Innovationssystems. In jeder Phase, von der Ideation über die Konzep­tion bis zur Umsetzung, ist Feedback ein integraler Bestandteil. Unser Anliegen ist es, die Meinungen unterschiedlicher Stakeholder und allen voran der Bürgerinnen und Bürger von Beginn an miteinfließen zu lassen. Somit können wir gewährleisten, dass bereits Projektvorschläge an den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer ausgerichtet sind und die Pilotprojekte das Nutzenversprechen auch halten. Wir wissen, dass sich durch die Partizipation von unterschiedlichen Stakeholdern in frü­hen Phasen der Pilotierung der Entwicklungsaufwand und damit auch die Projektkosten in späteren Phasen deutlich verringern. Es entsteht somit eine klare Win-win-Situation, in der sowohl der Projektinitiator als auch der End-User profitiert.