Viele Icons die Verschiedene Bereichsfelder repräsentieren sind miteinander vernetzt

Wahnsinnig smart?

13. Juli 2018

Wer ist denn dann nun eigentlich schlauer? Sie? Ihr Laptop oder Ihr Tablet-PC? Oder gar das Smartphone, das Sie täglich verwenden?

Ein Artificial Intelligence-System namens Benjamin hat 2016 das Drehbuch für den Film „Sunspring“ geschrieben. Er erzählt die Geschichte von drei jungen Erwachsenen, die an Bord eines Raumschiffs in eine Dreiecksbeziehung schlittern. Man merkt dem Streifen rasch an, dass er nicht von einem Menschen geschrieben wurde. Der Plot ist zusammenhanglos, die Dialoge ergeben oft keinen Sinn. Doch die künstliche Intelligenz entwickelt sich rasend schnell weiter. Nur wenig später schaffte es ein gemeinsam von Forscherinnen und Forschern sowie mittels künstlicher Intelligenz verfasster Roman in die zweite Runde eines japanischen Literaturwettbewerbs.

Software-Programme können sich dank künstlicher Intelligenz heute
innerhalb weniger Stunden Spiele wie Schach selbst beibringen. Die
Computer planen beim Schachspiel viele Schritte im Voraus und führen
Problemlösungen geschickter durch als menschliche Schachweltmeister. Programmierte Maschinen lernen sehr schnell und schränken
komplexe Entscheidungen auf die optimalsten Lösungen ein. Natürlich
lernen auch Menschen aus Fehlern, doch nicht umsonst wird Albert
Einstein folgendes Bonmot in den Mund gelegt: „Die Definition von
Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse
zu erwarten.“

Das menschliche Gehirn hat 86 Milliarden Neuronen, die alle miteinander verbunden sind. Computer-neuronale Netze hingegen haben weitaus weniger „Zellen“. Forscher/innen gehen davon aus, dass „echte“ künstliche Intelligenz noch Jahrzehnte entfernt sei.

Aber eigentlich ist die Frage irrelevant. Viel wichtiger ist, sich Technologien wie Artificial Intelligence schon jetzt sinnvoll zu Nutze zu
machen. Das BRZ arbeitet gemeinsam mit seinen Kunden am Ausbau
digitaler Verwaltungsprozesse mithilfe künstlicher Intelligenz. Vorhandene Daten werden – sofern gesetzlich erlaubt – sinnvoll verknüpft und intelligent genutzt. Viele Routine-Tätigkeiten und –Abläufe können automatisiert erledigt werden.

So kann einerseits die Service-Qualität für die Bürger/innen erhöht werden und andererseits können die Arbeitsprozesse der Mitarbeiter/innen der öffentlichen Verwaltung vereinfacht werden. Eine Win-win-Situation für alle Betroffenen: dem „Wahnsinn der Wiederholung“ zu entkommen.

 

Haben Sie Fragen?
Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme unter:
elsa.lischka@brz.gv.at