Über das BRZ

Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

03.04.2013 Euritas veröffentlicht "White Paper Cloud" Sicherheit, Beschaffung und Kosteneinsparung im Fokus

Logo der Euritas

Die Allianz der europäischen Verwaltungs-IT-Dienstleister informiert mit einem "White Paper" über die Einsatzmöglichkeiten von Cloud-Technologien für öffentliche Verwaltungen in der EU. Das BRZ war als Gründungsmitglied der Euritas maßgeblich daran beteiligt.

Die Allianz der europäischen Verwaltungs-IT-Dienstleister (Euritas), ein Netzwerk von öffentlichen Rechenzentren und IT-Dienstleistern in Europa, informiert mit einem "White Paper" über die Einsatzmöglichkeiten von Cloud-Technologien für öffentliche Verwaltungen in der EU. In dem White Paper werden Sichtweisen und Erfahrungen der Verwaltungs-IT-Dienstleister zu den Chancen und Risiken von Cloud Computing wiedergegeben. Zielstellung des "White Paper Cloud" ist es, Entscheidungsträgern im öffentlichen Bereich einen Überblick zu Cloud-Services zu bieten, Risiken und auch Handlungsbedarf aufzuzeigen sowie gemeinsam einen europaweiten Wissens- und Erfahrungsaustausch zu begünstigen.

Viele Unternehmen und Organisationen beschäftigen sich gegenwärtig intensiv mit den Chancen, Potenzialen und Risiken dieser neuen Technologie. Dabei sind die grundlegenden Eigenschaften, die Cloud-Lösungen zugesprochen werden, gerade im europaweiten Kontext besonders interessant. Denn IT-Leistungen sollen generell preiswerter und effizienter bei maximalem Automatisierungsgrad und hoher Flexibilität erbracht werden. Mittels Cloud Computing können europäische Verwaltungs-IT-Dienstleister ihren Kunden also bedarfsorientierte und flexible Bezugsmöglichkeiten für Informations- und Kommunikationstechnik bieten, wenn dafür in den kommenden Jahren die entsprechenden Grundlagen geschaffen werden.

Einheitliche Vorgabe und rechtliche Rahmenbedingungen

Experten der Euritas-Arbeitsgemeinschaft "Cloud Computing" haben entsprechende Handlungsfelder identifiziert, die künftig den Einsatz von entsprechenden Techniken europaweit vorantreiben sollen. Diese Handlungsfelder sollen der politischen Ebene als strategische Themen dienen, die es bei europaweiten Cloud-Vorhaben im Detail zu analysieren und voranzutreiben gilt. Dazu gehören die Erarbeitung und Entwicklung grenzüberschreitender einheitlicher Vorgaben und rechtlicher Rahmenbedingungen im europäischen Verwaltungsumfeld sowie die Erstellung von Richtlinien und herstellerunabhängigen Standards für den Einsatz der Cloud-Technik im europäischen Verwaltungsumfeld.

Zu dem Aufgabenkomplex gehören ferner die Schaffung von Best-Practices und Festlegung wirtschaftlicher Kennzahlen im öffentlichen Verwaltungs-IT-Dienstleistungsbereich. Die Entwicklung geeigneter Vergleichs- und Bewertungsgrundlagen für den Bezug von entsprechenden Services und Betriebsumgebungen sind weitere Aufgaben, die betrachtet werden müssen. Der Erfahrungsaustausch beim Betrieb und die Ausprägung der Service-Kataloge von Cloud-Angeboten zur Etablierung geeigneter flächendeckender und grenzüberschreitender IT-Dienstleistungen werden ebenfalls auf der Agenda stehen.

Interdisziplinäre Expertenteams sind gefragt

Die Herausforderung liegt dabei nicht in der hardwareorientierten Cloud-Technik, sondern in der organisatorischen Einbettung und ganzheitlichen europäischen Umsetzung von Beschaffungs- und Bereitstellungsprozessen. Je größer die Absatzmengen, desto mehr erwünschte Einsparungs- und Skaleneffekte lassen sich erzielen.

Nach Auffassung von Euritas sind für europäische Cloud-Vorhaben interdisziplinäre Expertenteams zu gründen, die fachspezifisches Verwaltungswissen, juristisches Wissen im Europa-Umfeld, Compliance-Wissen über Standards, Richtlinien, Normen, Technisches Wissen und organisatorisches Prozess- und Standardisierungswissen mitbringen.

Standardisierung und Zentralisierung

Für die Weiterentwicklung der bestehenden Informationstechnologien und die Nutzung von Cloud-Technologien empfiehlt es sich, einen Standardisierungs- und Zentralisierungsprozess einzuleiten sowie gegebenenfalls auch einen Organisationsentwicklungsprozess zu initialisieren. Durch eine Standardisierung von Prozessabläufen werden bei Einführung von Cloud Computing in der öffentlichen Verwaltung Kosteneinsparungen ermöglicht. Ein starker Fokus liegt daher auf der Kostenreduzierung und wirtschaftlichen Betriebsleistungen, bei angestrebtem gleichen oder besseren Sicherheits- und Qualitätsniveau für die Leistungen, die Verwaltungs-IT-Dienstleister für Ihre Kunden und den Bürger erbringen.

Cloud Computing eröffnet die Möglichkeit, diese Prozesse zur Etablierung von Shared Service Centern zu begünstigen. Das Potenzial und steigende Nutzungsmöglichkeiten für Cloud-Services sind daher, neben hardwareorientierten Angeboten, in webbasierten Diensten und Verfahren zu sehen.

Das White Paper Cloud kann hier heruntergeladen werden.

Über Euritas

Das europäische Netzwerk Euritas besteht zurzeit aus acht Mitgliedern. Die Partner zeichnen sich durch internationale Expertise in der Informations- und Kommunikationstechnik aus. Sie haben fundierte Kenntnisse der öffentlichen Verwaltung. Dieses Wissen ermöglicht den europaweiten Austausch von Erfahrungen und Best Practices innerhalb des Netzwerks. Zu Euritas gehören:

Bundesrechenzentrum GmbH (Österreich), Dataport (Deutschland), Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Deutschland), Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (Deutschland), IT-Dienstleistungszentrum Berlin (Deutschland), Abteilung Informationstechnologie des Landes Oberösterreich (Österreich), Magistratsabteilung 14 - Automationsunterstützte Datenverarbeitung, Informations- und Kommunikationstechnologie Wien (Österreich), Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister Vitako (Deutschland), Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (Schweiz).

Link zu www.euritas.eu

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