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Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

06.11.2013 Weitere Optimierung von BMF Verwaltungsprozessen

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Die Anwendung "PoS – Prozessorientierte Sicht" unterstützt strategische und operative Entscheidungen des Verwaltungsmanagements im Bundesministerium für Finanzen. Bei der "26. ADV Fachtagung Verwaltungsinformatik" am 5.11. in Wien wurde das gemeinsam mit dem BRZ umgesetzte Projekt vorgestellt.

Viele namhafte Referentinnen und Referenten aus der Verwaltung und anderen öffentlichen Institutionen sowie Partnerinnen und Partner aus Forschung und Wirtschaft präsentierten unter anderem Strategien, Rahmen und Leitbilder, nationale und internationale E-Government-Projekte, Anwendererfahrungen und Produktneuheiten. 

Im Zuge der Veranstaltung referierten Mag. Alexander Franz, IT-Applikationsleiter im BMF, sowie Dipl.-Ing. Dr. Thomas Löscher, Business Intelligence Consultant im BRZ, gemeinsam über das Thema „PoS - Prozessorientierte Sicht“. Das Ziel dieser Anwendung ist die Unterstützung der strategischen und operativen Entscheidungen des Verwaltungsmanagements im Bundesministerium für Finanzen mit der transparenten Darstellung relevanter Querschnittsinformationen für alle steuerlich erfassten Unternehmen Österreichs.

Ansicht der Anwendung "PoS - Prozessorientierte Sicht"


PoS - Prozessorientierte Sicht

PoS beinhaltet die nachvollziehbare Visualisierung der Hauptabgabenprozesse samt relevanten Zusatzinformationen über unbezahlte Rückstände, Kontrollen und Prüfungen der 1,5 Millionen österreichischen Unternehmen mit jeweils mehr als 250 Informationen für 11 Veranlagungsjahre. Die Anwendung ist in das Business Intelligence Finanzportal des BMF eingebettet. Diese zentrale BI Plattform ist mittels Shared Service-Ansatz umgesetzt und beinhaltet eine einheitliche und gemeinsam genutzte Hard- und Softwarelandschaft. 

Der Kernbenutzerkreis von PoS ist das Verwaltungsmanagement des BMF. Die Anwender sind die Teamleiterinnen und Teamleiter der betrieblichen Veranlagung (BV) und der Abgabensicherung (AS). Diese können durch die zur Verfügung gestellten Reports die jeweils relevanten Prozessinformationen abrufen, analysieren und im Kontext des lokalen Risikomanagements verwenden.

Mit diesen Informationen können folgende Ergebnisse bzw. Nutzen für die Verwaltung erzielt werden:

  • Analyse der Prozessschritte zur Sicherung des Abgabenaufkommens
  • Überblick über die steuerlich erfassten Unternehmen (Überwachung der Abgabensignale)
  • Überwachung der Selbstbemessung (unterjährig angemeldete Beträge) und allfälliger Erklärungen
  • Übersicht über Kontrollen vor und nach Bescheiderlassung je Abgabenart
  • Auswahl allfälliger Kontrollen 
  • Überwachung der Bezahlung je Abgabenart und Veranlagungsjahr

„Die Visualisierung komplexer Verwaltungsprozesse stellte eine gesamtheitliche, fachliche und IT-architektonische Herausforderung dar“, berichtete Dipl.-Ing. Dr. Thomas Löscher. „Neue Wege iterativer Projektvorgehensmodelle mit mehrfachen Pilotierungssequenzen ermöglichten die Entwicklung aus fachlicher und softwareergonomischer Sicht. Ein Benutzer kann die angebotenen Daten in seinem Bereich individuell im Sinne von Self Service Analytics nutzen und verwerten“, erklärte Mag. Alexander Franz.

Das BRZ hat somit gemeinsam mit dem BMF wieder einen weiteren Schritt für die Vereinfachung von Verwaltungsprozessen gesetzt und wird diese Entwicklung auch weiter vorantreiben.