Über das BRZ

Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

14.08.2013 SWIFT im Bundeszahlungsverkehr

SWIFT-Logo

Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) sorgt seit 40 Jahren für standardisierten und gesicherten Informationsaustausch zwischen Finanzdienstleistern und anderen Institutionen der Finanzbranche. Auch BMF und BRZ setzen auf SWIFT.

Vor 40 Jahren wurde die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) von Finanzinstituten gegründet, um Kommunikationsdienstleistungen für die Finanzbranche zu erbringen. Heute sind an dieses weltweite Transfersystem bereits mehr als 10.000 Finanzinstitute und Unternehmen in 212 Ländern angeschlossen. Insgesamt werden pro Jahr vier Billionen Nachrichten mit SWIFT transportiert, das sind weltweit bis zu 20 Millionen Nachrichten pro Tag von und an Finanzinstitutionen. SWIFT stellt den angeschlossenen Unternehmen Produkte und Dienstleistungen für die Verbindung und den Austausch von Informationen unter besonderer Berücksichtigung von Sicherheit und Zuverlässigkeit zur Verfügung. Gleichzeitig dient SWIFT als Kommunikationsplattform der Finanzbranche zur Definition von Standards und der Erarbeitung von Lösungen. SWIFT hat seinen Hauptsitz in Belgien.

40 Jahre SWIFT hat einiges gebracht

  • BIC (Bank Identifier Code): BIC ist die eindeutige Adresse eines Finanzdienstleisters. Dieser Code kommt hauptsächlich im Rahmen des Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA) zum Einsatz und gewährleistet die zeitoptimierte und qualitätsgesicherte Zuordnung und Bearbeitung von Nachrichten. 
  • Standardisierte Nachrichten zur Kostenoptimierung: Die Standardisierung der Nachrichten bietet einige essentielle Vorteile, wie die Verbesserung des Automatisierungsgrades, die Reduktion der Verarbeitungszeiten, die Eliminierung von Fehlerquellen, das bessere Verständnis der übermittelten Informationen durch die Anwender sowie eine deutliche Kostenreduktion im Vergleich zum Nachrichten- bzw. Zahlungsverkehr im Geschäfts- und Privatkundenbereich. 
  • Sicherheit: Neben der raschen und problemlosen Übermittlung von Informationen, wuchs im Laufe der Zeit die Anforderung nach Übermittlungssicherheit und Vertrauenswürdigkeit. Heute wird eine Form der elektronischen Signatur verwendet, die den höchsten Grad an zeitgemäßer Anpassungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Komfort und Sicherheit darstellt. 

Höchste Sicherheit für wichtige Finanztransaktionen

Das Bundesministerium für Finanzen verlässt sich seit drei Jahren auf SWIFT, wenn es um die sichere Übermittlung dringender Zahlungen in Millionen- oder gar Milliardenhöhe geht. Aus technischer Sicht ist beim laufenden Betrieb vor allem die kontinuierliche Überprüfung der Einhaltung strengster Sicherheitsvorgaben vorrangig. 

"Durch die Einhaltung höchster internationaler Standards in Verbindung mit der Durchführung regelmäßiger Sicherheitsaudits gewährleisten wir gemeinsam mit dem Rechenzentrum des Bundes, der BRZ GmbH, die effizienteste, zuverlässigste und sicherste Übertragung von Zahlungsverkehrsdaten" so Christian Ihle, Abteilungsleiter der Abteilung V/3 der IT-Sektion im BMF.

Der zuständige BRZ-Teamleiter Herbert Heinrich betont dass "damit eine hundertprozentige Ausfallssicherheit des gesamten Zahlungsverkehrs des Bundes unter Anwendung von SWIFT als globale Verbindung zwischen den Finanzinstitutionen gewährleistet ist". Zusätzlich befindet sich der SWIFT-Rechner im BRZ innerhalb des Serverbereichs, der bereits erhöhten Sicherheitsvorgaben unterliegt, in einem eigenen Käfig, der nur mittels Fingerabdruck und Berechtigungskarte von autorisierten Personen betreten werden darf. Bei Änderungen am System gilt das Prinzip der "linken und rechten Hand", also ein Vieraugenprinzip mit getrennten Passwörtern. 

Weitere Informationen finden Sie auf www.swift.com

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