Über das BRZ

Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

17.01.2013 Prozesse der Verwaltungs-IT im Jahre 2027 BRZ befragt die Wissenschaft

Schwarze Leiterplatte mit Prozessor

Eine wichtige Stütze für das BRZ war immer schon die Wissenschaft. Viele Projekte und Studien sind erfolgreich mit der Unterstützung von Universtitäten und anderen Forschungseinrichtungen umgesetzt worden. Prof. Alfred Taudes, WU Wien wirft für uns einen Blick in die Zukunft.

Prozesse der Verwaltungs-IT im Jahre 2027

Nach der Phase der verwaltungsinternen Integration bis zur Jahrtausendwende waren die letzten 15 Jahre der Verwaltungs-IT von der Integration der Prozesse hin zum Bürger geprägt. Extrapoliert man diesen Trend in Verbindung mit den sich abzeichnenden technologischen Möglichkeiten, dann ergibt sich folgendes Bild der Prozesse der Verwaltungs-IT im Jahre 2027:

  • Eine virtuelle Infrastruktur für alle Prozessbeteiligten: Über diese werden die Bürger mittels Anwendungen zur Partizipation in die Regelsetzung und Genehmigungsprozesse elektronisch eingebunden. Sie fungiert auch als Plattform für integrierte Prozesse hin zu Unternehmen und innerhalb von Behörden.
  • Integration von intelligenten Dingen: Mittels Sensoren und Chips bringen diese selbständig ihre Zustandsdaten über ein „Internet of Things“ in Verwaltungsprozesse ein.
  • Integration von Sensoren und Prozessoren in Dinge des täglichen Bedarfs: Dies erlaubt eine Prozessteilnahme von überall, angereichert durch Situationsdaten. In Verbindung mit semantischen Technologien werden dadurch intelligente Beratungs- und Assistenzsysteme möglich, die die heutigen umfangreichen Linksammlungen ablösen werden.

Professor Alfred Taudes, WU Professor Alfred Taudes, Vorstand des Departments für Informationsverarbeitung und Prozessmanagement der WU Wien

Die damit einhergehende Steigerung von Effizienz und Prozessqualität hat aber ihren Preis: Die neue Prozesslandschaft bietet weit mehr Angriffspunkte für Cybercrime und Verletzungen des Datenschutzes. Dieser Aspekt ist daher bei der Technologie- und Prozessgestaltung verstärkt zu berücksichtigen.

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