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Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

03.12.2014 Partizipative Ideen für eine innovative Verwaltung

Logo Gov2.0-Camp Vienna

„Rettung naht“ - so lautete das Motto des fünften Gov2.0-Camps Vienna. Das Ziel der Veranstaltung war, neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft, Forschung, Wirtschaft und Politik zu finden.

Das Gov2.0-Camp Vienna wird als Barcamp geführt, als eine Ad-hoc-Nicht-Konferenz (Wikipedia: Unconference). Diese Art der Veranstaltung entstand aus dem Bedürfnis heraus, dass sich Menschen in einer offenen Umgebung austauschen und voneinander lernen können. Es ist ein intensiver Event mit Diskussionen, Präsentationen und Interaktion der Teilnehmer/innen untereinander.

Die Bandbreite der Themen reichte dieses Jahr von sozialen Innovationen in der Zivilgesellschaft über offene Daten, die digitale Agenda, Smart Cities, E-Partizipation und digitalen Karten. Auch der konstruktive Umgang mit politischen „Miesmachern“ oder wie junge Menschen für das Programmieren begeistert werden können, wurden diskutiert.

Partizipative IT-Strategie

Der Stadt Wien ist ein partizipativer Zugang zur Weiterentwicklung der IT-Strategie wichtig: Öffnung, Partizipation und Mitmachen sind dabei wichtige Schlagworte. CIO der Stadt Wien, Mag. Ulrike Huemer, betonte diese Ausrichtung bei der Eröffnung des Barcamps im Wiener Rathaus und verwies auf die ebenfalls partizipativ erarbeitete IT-Strategie der Stadt Wien, deren aktueller Stand unter www.digitaleagenda.wien einsehbar ist. 

Vielen Sessions gemeinsam war die Frage, wie das Vertrauen zwischen Bürger/innen und Institutionen auf dem Weg zu Innovation gestärkt werden kann. Hilfreich sei hier die kollaborativen Angebote an Bürger/innen sichtbarer zu machen und eine Nutzung möglichst ohne Vorkenntnisse zu ermöglichen. Wie auch bei der E-Partizipation kann es nützlich sein, unterschiedliche Involvierungs-Niveaus anzubieten. Denn Bürger/innen können viel dazu beitragen, bestehende Probleme in einer Stadt zu lösen oder neue Ideen einzubringen und auch umzusetzen. 

Junge Menschen können dabei gezielt über sogenannte Gamification-Elemente erreicht werden, die die Nutzung von Apps interessanter machen. Um die Motivation auf Partizipationsplattformen zu steigern ist es wichtig, Feedback-Mechanismen zu integrieren.

E-Partizipation

Auch E-Partizipation und politische Beteiligung wurden genauer thematisiert. Eine zentrale Frage lautete: „Mit welchen Identitäten wollen und sollen wir uns in welchen E-Partzipations-Angeboten bewegen?“ Viel Diskussionsstoff bot auch die produktive Einbindung jener Bürger/innen, die auf den ersten Blick vielleicht als „Blockierer/innen“ oder „Miesmacher/innen“ erscheinen. Hier war man sich einig: Auch Kritiker/innen müssen ernst genommen werden. Offenheit durch Aufklärung sowie regelmäßiges Feedback und Anerkennung der Bürger/innen im Innovationsprozess sollen eine positive Stimmung schaffen.

Open Government Data

Einen weiteren Schwerpunkt am Gov2.0-Camp bot das Thema Open Government Data bzw. offene Geodaten. Neben einer Wunschliste für Open Data Portale wurden diverse Projekte von Geoprojekten der EU („Copernicus“) bis zu den offenen Daten der Wiener Linien („Sind wir schon da?“) diskutiert. Neue Systeme könnten so beispielsweise anzeigen, wie gut die öffentliche Verkehrsanbindung von Bezirken ist oder welche Orte innerhalb einer Stunde Fahrzeit erreichbar sind. Derartige Visualisierungen können u. a. als Maßzahl für den Wohnungsqualitätsindex oder für die Immobiliensuche interessant sein.

Nähere Informationen finden Sie auf www.barcamp.at

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