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Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

25.11.2015 Europäische Auszeichnung für Justiz 3.0

Quelle: www.epsa2015.eu

Seit zwei Jahren arbeitet das Justizministerium (BMJ) gemeinsam mit seinem Umsetzungspartner BRZ im Projekt "Justiz 3.0" intensiv an IT-Lösungen für die Zukunft. Beim diesjährigen European Public Sector Award wurde dem BMJ für diese strategische Initiative das Best Practice-Zertifikat verliehen.

Im Rahmen von „Justiz 3.0“ wird der Justizbetrieb ganzheitlich betrachtet. Das Ziel ist, für alle Benutzergruppen die bestmögliche IT-Unterstützung für ihre Arbeit zu finden beziehungsweise Verfahren in Zukunft sogar vollelektronisch abzuwickeln.

Zu diesem Zweck wurden verschiedene Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten installiert. Dazu zählen beispielsweise "Eingang und Aktenbildung", "Entscheidungen und Verfügungen" sowie "Arbeitsplatz des Entscheidungsorgans". Ein wichtiger Punkt war die Ist- und Soll-Situation zu eruieren. Denn aufbauend auf den Ergebnissen wurden die künftigen Pläne für Architekturen von Informationssystemen und Entwicklungen von Anwendungen entworfen.

EPSA 2015: Prof. Dr. Marga Pröhl, Dr. Martin Schneider, Jean Bruijnzeels Dr. Martin Schneider (Leiter der Rechtsinformatikabteilung im BMJ; Bildmitte) nahm das Zertifikat bei der Verleihung in Maastricht entgegen. Über die Auszeichnung freuen sich mit ihm Prof. Dr. Marga Pröhl (Director-General, European Institute of Public Administration; im Bild links) und Jean Bruijnzeels (Account Manager International Institutes, Economic Affairs & Culture, City of Maastricht; im Bild rechts). Bild vergrößern

Schrittweise Umsetzung

Das Programm Justiz 3.0 wird schrittweise bis 2020 in einzelnen Projekten umgesetzt. Mitte 2014 veröffentliche das Justizministerium einen Abschlussbericht für die erste Phase. Basierend auf den Erkenntnissen und dem darin enthaltenen Umsetzungsplan startete Phase zwei.

Aktuell laufen parallel mehrere Projekte zur Etablierung der Grundlagen digitaler Aktenführung. Zudem werden unter anderem die Voraussetzungen für einen bundesweiten Scanprozess und Texterkennung, ein Akten- und Dokumentenmanagement- und Workflowsystem geschaffen. Für März 2016 ist ein Pilotbetrieb für eine vollständig digitale Aktenführung geplant.