Über das BRZ

Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

28.07.2015 Durch Konsolidierung Kräfte bündeln

Quelle: istockphoto

In Deutschland soll die Bundes-IT konsolidiert werden. Mit der Gründung des BRZ wurde in Österreich schon vor fast 20 Jahren ein Schritt in diese Richtung gesetzt. Vertreter des deutschen Bundesfinanzministeriums und dessen zentralen IT-Dienstleisters ZIVIT besuchten das BRZ zu einem Know-how-Transfer.

Die deutsche Bundesregierung erarbeitet ein Konzept für die Konsolidierung der IT-Netze, der Rechenzentren und der Bündelung der IT-Beschaffung des Bundes. Für diese Neuaufstellung der IT sind weitreichende organisatorische und technische Maßnahmen notwendig. Folgendes ist geplant:

  • Betriebskonsolidierung: Stufenweise Konzentration des IT-Betriebs der unmittelbaren Bundesverwaltung bis 2022. Das Ziel: Ein bis zwei Dienstleister an wenigen Standorten
  • Anwendungskonsolidierung: Zusammenfassung der Entwicklung von häufig im Bund benötigten IT-Anwendungen und -Diensten und der Aufbau einer Bundes-Cloud
  • Beschaffungsbündelung: Zusammenführung der IT-Beschaffung in wenigen Stellen der Bundesverwaltung

Die Zusammenführung von über 1.300 Rechenzentren und Serverräumen soll in Etappen erfolgen. Ein erster Schritt ist die Zusammenlegung der IT-Dienstleistungszentren der Ressorts Finanzen (ZIVIT), Digitale Infrastruktur und Verkehr (DLZ-IT) und des Inneren (BIT) zu einem „Bundesrechenzentrum“ (Arbeitstitel). Es soll am 1. Jänner 2016 im Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeriums (BMF) seinen Betrieb aufnehmen.

Vor ähnlichen Herausforderungen stand das BRZ 1997. Das damalige Bundesrechenamt wurde aus der Bundesverwaltung ausgegliedert und die Bundesrechenzentrum GmbH gegründet. Das deutsche BMF und das Zentrum für Informationsverarbeitung und Informationstechnik (ZIVIT) besuchten das BRZ, um aus dem Know-how und den Lessons Learned eines Bundes-IT-Dienstleisters Erkenntnisse für das geplante deutsche Bundesrechenzentrum zu gewinnen.

Schwerpunktthemen waren: Strategie, Kunden- und Auftragsmanagement, Controlling und Preisgestaltung sowie das IT-Portfoliomanagement. Weiters wurden strategische Herausforderungen für Verwaltungs-IT-Dienstleister in Europa, wie Big Data und Cloud Computing, diskutiert. Es ist geplant in Zukunft noch enger über die Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten.

Gruppenfoto vor dem BRZ-Gebäude: Claudia Bachkönig (BRZ), SC Gerhard Popp (BMF), Hans-Georg Göhring (ZIVIT), Roland Jabkowski (BRZ), Patrizia Pekarek (BRZ), Karina Witt (BMF Deutschland), Klaus-Peter Weber (ZIVIT) Erfahrungsaustausch zum Thema „Konsolidierung der Bundes-IT“ im BRZ: Claudia Bachkönig (BRZ), SC Gerhard Popp (BMF), Hans-Georg Göhring (ZIVIT), Roland Jabkowski (BRZ), Patrizia Pekarek (BRZ), Karina Witt (BMF Deutschland), Klaus-Peter Weber (ZIVIT). Bild vergrößern

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