Über das BRZ

Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

15.10.2014 Die Digitalisierung des öffentlichen Sektors

Quelle: istockphoto

Auf der LSZ Branchenkonferenz Behörden kamen Expertinnen und Experten aus dem öffentlichen Bereich zusammen, um über Themen wie Open Government, Workplace 2.0, Big Data und Mobile Government zu diskutieren. Das BRZ brachte sein Know-how als Verwaltungs-IT-Dienstleister ein.

Am Branchentreff für den öffentlichen Bereich tauschen sich Vertreter/innen der Verwaltung und anderer öffentlicher Institutionen sowie Partner aus Forschung und Wirtschaft über aktuelle IT-Trends aus.

In seiner Keynote „Standardisierung & Konsolidierung schafft Spielraum für Innovation“ stellte Mag. Wolfgang Ebner (Bundesministerium für Finanzen) aktuelle IT-Projekte vor, mit denen das Finanzministerium seinen Teil zu den geforderten Budgeteinsparungen beiträgt. Gemeinsam mit dem BRZ wird das Bundesministerium für Finanzen auch weiterhin IT-Maßnahmen umsetzen, die die Abläufe zwischen den Ministerien und der Wirtschaft automatisieren, vereinfachen und zu Einsparungen führen.

Als Beispiel ist etwa das Unternehmensserviceportal (USP) anzuführen. Es deckt bereits in der ersten Ausbaustufe viele nützliche Funktionen ab, die für Unternehmen eine spürbare Erleichterung bringt. Eine Studie der Wirtschaftskammer Österreich sieht sogar ein Sparpotenzial von neun Milliarden Euro, wenn in der letzten Ausbaustufe der „One-Stop-Shop“ vollständig realisiert wird.

Die Zukunft der Verwaltung

„Die Auswirkungen der Digitalisierungswelle auf den öffentlichen Sektor“ erörterten DI Roland Jabkowski (BRZ), DI Wolfgang Buchner (Wien IT), SC Dr. Manfred Matzka (Bundeskanzleramt), Mag. Ulrike Huemer (Stadt Wien) und Mag. Sven Gschweitl (RTR GmbH) bei einer Podiumsdiskussion.

BRZ-Geschäftsführer DI Roland Jabkowski vertritt die Ansicht, dass die Verwaltung künftig nicht nur von IT unterstützt wird, sondern vielmehr nur noch durch IT funktionieren kann. „Wir müssen in der Verwaltung durch Informationstechnologie und in der Informationstechnologie schneller, besser und günstiger werden – das heißt effizienter und effektiver,“ so Roland Jabkowski. 

Die Verantwortung für Kosteneffizienz und Produktivität der Leistungserbringung trägt in erster Linie der IT-Dienstleister. Daraus ergeben sich die zentralen Herausforderungen für die nächsten Jahre: An erster Stelle steht die gemeinsame Bewältigung der massiven Budgeteinsparungen, die auch an der Bundes-IT nicht vorbei gehen: „Konkret geht es um die konsequente Weiterführung des „More for Less“-Strategieprogramms – durch Standardisierung, Konsolidierung, Bündelung, Wiederverwendung und Automatisierung die Preise der IT-Services weiter zu senken“, bekräftigt der BRZ-Geschäftsführer.

Zu den weiteren Herausforderungen zählen: die Umsetzung dringend notwendiger Innovationen, die Gewährleistung von Datenschutz und Cyber Security sowie die enge Zusammenarbeit und Kooperation, auch über Behörden- und Landesgrenzen hinweg.

Entscheidend werden auch die Rahmenbedingungen für die Verwaltungs-IT sein, hebt Roland Jabkowski hervor: „Hier geht es im Wesentlichen um die Koordination der Anforderungen an die Bundes-IT und die Koordination der Leistungserbringung und die IT-Governance des Bundes - das heißt, die stringente Steuerung der IT in der Bundesverwaltung.“

Copyright: LSZ Consulting; Die Podiumsteilnehmer/innen der LSZ Branchenkonferenz Behörden 2014 Am Podium diskutierten über „die Auswirkungen der Digitalisierungswelle auf den öffentlichen Sektor“: Mag. Ulrike Huemer (Stadt Wien), SC Dr. Manfred Matzka (Bundeskanzleramt), Mag. Sven Gschweitl (RTR-GmbH), DI Roland Jabkowski (BRZ) und DI Wolfgang Buchner (Wien IT)

Ebenfalls in die Zukunft blickte die Diskussionsrunde am Round Table zum Thema „Daten schützen und Daten nützen – Big Data jenseits von Big Brother“. Mag. Gerhard Köhle (BRZ) moderierte die Debatte über die Anwendungsbereiche von Big Data-Technologien in der öffentlichen Verwaltung. Eingesetzt werden könnte Big Data beispielsweise in den Bereichen „Effizienz und Verwaltungsreform“, „Services für Bürger/innen und Unternehmen“ und „Gesetzgebung und E-Partizipation“.