Über das BRZ

Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

10.11.2016 Desktop aus der Cloud

Quelle: istockphoto

Die digitale Transformation wirkt sich positiv auf unseren Arbeitsalltag aus. Mehr Mobility bringt mehr Effizienz und Flexibilität - auch in der öffentlichen Verwaltung.

Die Mitarbeiterin/innen der Steuer- und Zollverwaltung benötigen im Rahmen ihrer Tätigkeit wichtige Informationen in Echtzeit auf einem Tablet. Bei einem Vor-Ort-Check von Glücksspielautomaten ist die Finanzpolizei auf einen dringenden Datenabgleich auf das Notebook angewiesen. Das sind nur zwei von vielen Szenarien mobilen Arbeitens, die auch immer stärker den Berufsalltag in der öffentlichen Verwaltung prägen.

Lösungsansätze dafür sind beispielsweise eine Cloud-basierte IT-Infrastruktur und die Virtualisierung des Desktops. Doch um Mobility-Lösungen in der Verwaltung einsetzen zu können, müssen diese hohe Anforderungen erfüllen. So sind Datenschutz und Datensicherheit wichtige Aspekte, wenn E-Government-Anwendungen und Apps mobil verfügbar gemacht werden.

Vision: Virtueller Arbeitsplatz  

Über einen Virtuellen Client können Benutzer/innen mit ihrem mobilen Device auf ihre persönliche Arbeitsumgebung mit allen individuellen Einstellungen zugreifen. Der komplette Desktop wird als Cloud-Service virtualisiert, der klassische stationäre PC wird überflüssig. Mobiles Arbeiten ist so ohne oder mit nur geringfügigen Einschränkungen der Usability möglich. Auf das gewohnte "Single-sign-on" muss beispielsweise nicht verzichtet werden.

Unabhängig von Endgerät und Arbeitsort werden alle erforderlichen Daten und Apps aus der Cloud zur Verfügung gestellt – unter Gewährleistung umfassender Sicherheit. Die Daten werden nicht lokal auf dem Notebook, Tablet oder Smartphone gespeichert, sondern automatisch in der Cloud. Die Anwenderin bzw. der Anwender muss sich um die Datensicherheit keine Gedanken machen, das System kümmert sich darum.

Best Practice: Estland

Wie es funktioniert, zeigt Estland. Dort ist die "digitale Regierung" bereits seit der Jahrtausendwende Wirklichkeit. Das Informationssystem e-Cabinet verwaltet zentral alle benötigten Informationen, alle Abgeordneten können sich mit ihren eigenen mobilen Endgeräten einwählen. Die Kabinettssitzungen dauern daher heute nur mehr zwischen 30 und 90 Minuten. Früher mussten die Abgeordneten mindestens vier bis fünf Stunden einplanen. 

Das BRZ arbeitet intensiv an Mobility-Lösungen für die heimische Verwaltung - etwa an einer Bundesclient-Architektur für einen einheitlichen IT-Arbeitsplatz für Verwaltungsmitarbeiter/innen.