Über das BRZ

Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

30.06.2014 CeDem14: OGD, E-Democracy und Social Media

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Jedes Jahr treffen sich auf der internationalen Konferenz für E-Democracy und Open Government (CeDEM) Expertinnen und Experten, um Innovationen, Ideen und Herausforderungen der vernetzten Gesellschaften zu analysieren. Das BRZ brachte seine Kompetenz im Bereich Open Data und E-Partizipation ein. 

Auf der Veranstaltung des Zentrums für E-Governance der Donau-Universität Krems diskutierten internationale Expertinnen und Experten über die Möglichkeiten der E-Beteiligung. Konkret tauschten sich 120 Wissenschafter/innen und Praktiker/innen aus 30 Ländern über Open Government, E-Democracy und Social Media-Projekte aus.

Schwerpunkt Open Data

Bei Open Government Data soll die Öffnung der Verwaltung und Transparenz des öffentlichen Sektors über offene Daten vorangetrieben werden. Keynotespeakerin Jeanne Holm von Data.gov und der U.S. General Services Administration sprach über die generell immer datenreicher werdende Welt und ihre Strukturierung, um Innovationen zu ermöglichen. Auch die Zahl der Daten die Regierungen veröffentlichen werden immer größer, sind allerdings durch die Verwendung ähnlicher Technologien und Plattformen nicht mehr an Nationalstaaten gebunden. Wichtig sei einer größeren Anzahl von Menschen den Zugriff und die Verarbeitung von offenen Daten zu ermöglichen. Magan Cook (Universität Albany) beleuchtet hingegen Open Data mit Blick auf den öffentlichen Mehrwert, insbesondere auf die Frage welche Vorteile und Effekte sich aus der Sicht von Stakeholdern ergeben.

BRZ und Open Government Data

Das BRZ beteiligte sich gemeinsam mit dem AIT (Austrian Institute of Technology) an einem Workshop zum Thema Open Data und dessen Rolle in der Politik des öffentlichen Sektors. Robert Harm (BRZ) präsentierte in diesem Rahmen das Portal data.gv.at, den zentralen Katalog für Open Government Data in Österreich. Über dieses Portal können auch Personen erreicht werden, die normalerweise nicht von den Vorteilen von Open Data profitieren würden oder damit in Kontakt kämen.

BRZ E-Democracy-Projekt

Das vom BRZ und cbased umgesetzte Projekt Jule2020 ist ein zusätzliches Online-Konsultations- und Online-Kollaborations-Instrument bei der regionalen Gestaltung in der Oststeiermark. Die Beiträge von Jugendlichen werden in ein Jugendleitbild eingearbeitet, das in das Leitbild der Region integriert und in weiterer Folge umgesetzt wird. Carl-Markus Piswanger (BRZ) berichtete von der qualitativ hochwertigen Beteiligung und teilte die Erkenntnisse aus diesem Projekt mit dem internationalen Publikum.

Social Media und die öffentliche Verwaltung

Mittlerweile existieren zahlreiche Studien im Bereich Social Media. Anhand des Beispiels Slowenien wurde präsentiert und diskutiert inwiefern Meldungen in sozialen Medien mit Wahlergebnissen zusammenhängen. Weiters wurde das Problem von Stimmungsanalysen thematisiert. User/innen drücken ihre Meinungen oft vielschichtig aus, allerdings registrieren die verwendeten Parameter meist lediglich positive oder negative Stimmungen. Zudem wurde eine Untersuchung herangezogen, die erforschte inwiefern Nachrichten von Regierungen z. B. auf Twitter auf Interesse stoßen und gelesen werden. Das Ergebnis: viele Regierungen setzen primär auf Einweg-Kommunikation. Fazit: Die Kompetenz der öffentlichen Verwaltung im Social Media-Bereich steht erst am Anfang. 

Links:

Berichte zur Konferenz:

http://digitalgovernment.wordpress.com/2014/06/24/cedem14-overview-and-summary/

Bildergalerie zur Konferenz:

https://www.flickr.com/photos/e-governance/sets/72157644722292506/

Zentrum für E-Governance:

http://www.donau-uni.ac.at/egov