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Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

17.09.2014 BRZ unterstützt Justiz beim Sparen

Kabel; Quelle: istockphoto

Für Rechtssicherheit und Rechtsstaatlichkeit ist das fehlerfreie Funktionieren von IT-Verfahren der Justiz essentiell. Für wichtige Modernisierungen waren umfassende Einsparungen bei den Infrastrukturbetriebskosten notwendig. Mit einer Host-Migration wurde dieses Vorhaben erfolgreich umgesetzt.

Das Justizministerium nutzt eine Vielzahl an IT-Lösungen für den täglichen Betrieb. Anfang der 1980er Jahre war das EDV-Grundbuch auf einem Host in Betrieb gegangen. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Anwendungen dazu, die zudem stets komplexer wurden. Damit wuchsen auch die finanziellen Aufwendungen für die Infrastruktur kontinuierlich und benötigten einen großen Teil des Budgets.

Investitionen amortisieren sich rasch

Das Justizministerium entschied sich deshalb dafür, sukzessive alle hostbasierenden Applikationen auf eine Open System-Plattform zu übersiedeln. „Unsere Ziele waren die Einsparung von Betriebskosten und die Zukunftssicherheit durch Plattformunabhängigkeit“, erläutert Dr. Martin Schneider, CIO im Justizministerium.

Der BRZ-Abteilungsleiter für Justizanwendungen und Programmmanager DI Richard Schmid erklärt: „In kleineren Schritten migrierten wir ab 2012 das Grundbuch, die Integrierte Wirtschaftsverwaltung im Strafvollzug und die Applikation für die Unterhaltsvorschüsse.“ Später folgten weitere Applikationen wie die Integrierte Wirtschaftsverwaltung im Strafvollzug und die Abwicklung der Unterhaltsvorschüsse.

Der Vorteil des peu à peu-Vorgehens: Die gewünschten Einsparungen treten früh ein und die Investitionen amortisieren sich rasch. „Das Projekt ist ein voller Erfolg. Mit einer zeitlichen Punktlandung, nach nur 18 Monaten Durchlaufzeit erreichten wir einen stabilen, fehlerfreien Betrieb. Schon Ende des Jahres erreichen wir den Break Even-Punkt aller zusätzlichen Investitionen“, zeigt sich Dr. Martin Schneider erfreut. 

Reibungsloser Umstieg

Entscheidungen zu Zielplattform und Migrationsstrategie erfolgten in laufender Abstimmung zwischen der Justiz und dem BRZ. Besonders komplexe Teile der Justiz-Applikationen wurden im Laufe des Projektes angepasst. Zusätzlich fokussierten sich die BRZ-Teams auf das Testen und den Aufbau einer Testautomatisierung. Einerseits sollten die Datenbanken und Programme technisch und inhaltlich korrekt auf die neue Plattform migriert werden, andererseits mussten die Justizanwendungen auch fachlich weiterhin so laufen, dass die User die große Änderung im Hintergrund nicht bemerken. 

Gewagter „Reifenwechsel“

Für die Migration von Firmenbuch, Integrierter Vollzugsverwaltung und Verfahrensautomation Justiz wurde die externe Expertise vom österreichischen Konsortium hpc/SHARK herangezogen. Mag. Christa Fürnkranz, Projektleiterin der Firma SHARK:„Die wichtigste Anforderung war die Gewährleistung eines störungsfreien Applikationsbetriebs. Das von uns entwickelte Werkzeug ermöglichte eine vollautomatische Migration ohne zeitraubende Nachbesserung der Ergebnisse. So waren notwendige Eingriffe in die Applikationen bis kurz vor der Umstellung möglich. Das war fast wie ein Reifenwechsel am fahrenden Auto.“

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