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Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

13.10.2015 Big Data - Grosses Geschäft?

Quelle: istockphoto

Das Sammeln, Speichern und Auswerten von Daten bringt neue Möglichkeiten für Wirtschaft und Verwaltung - und stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Experten diskutierten beim Report Verlag-Round Table im BRZ über die Transformation von Geschäftsmodellen und Entwicklungen am Markt. 

Fünf Exabyte entsprechen einem Inhalt von rund 200 Milliarden Büchern. Um dieses Datenvolumen zu generieren benötigte die Menschheit vor 2003 mehr als 1.000 Jahre. Heute wird dieses Volumen in nur ca. 15 Minuten erreicht. Angesichts der rapide wachsenden Datenmengen ist Big Data vom Buzzword zur Realität geworden.

Vor 120 Gästen diskutierten am Podium Vertreter von IT-Unternehmen aus unterschiedlichsten Bereichen: Gerhard Köhle (BRZ), Daniel Fallmann (Mindbreeze), Martin Madlo (Interxion Österreich), Axel Quitt (T-Systems Austria) und Gerhard Raffling (CommVault Systems). Sie erörterten u. a. ob Big Data wirklich ein so großes Geschäft ist, wie anonym und sicher die Nutzer/innen sind und wie die Grenzen zwischen Datenschutz und Privatsphäre verschwimmen.

© Milena Krobath/Report Verlag Die Diskutanten des Round Table im BRZ: Martin Szelgrad (Report Verlag), Daniel Fallmann (Mindbreeze), Gerhard Köhle (BRZ), Martin Madlo (Interxion Österreich), Axel Quitt (T-Systems Austria) und Gerhard Raffling (CommVault Systems). Bild vergrößern

Big Data in der Verwaltung

Gerhard Köhle (BRZ), © Milena Krobath/Report Verlag

Für Gerhard Köhle, Senior Management Consultant im BRZ und Vertreter der Verwaltungs-IT in dieser Diskussionsrunde, geht es bei Big Data weniger um ein großes Geschäft. Der IT-Dienstleister möchte mit Big Data-Lösungen neuen Nutzen schaffen, indem die Servicequalität und Effizienz der Verwaltung weiter verbessert und erhöht wird. „Big Data ist als Marketingbegriff entstanden, beschreibt aber geschickt das Phänomen, die riesigen Mengen an Daten zu nutzen und mit neuen Methoden und Technologien zu bearbeiten“. Unter den zahlreichen Einsatzszenarien in der öffentlichen Verwaltung ist auch die Effizienzsteigerung und Verwaltungsreform bedeutend. Durch Big Data-Technologien können Verwaltungsprozesse effizienter gemacht und Kosten gespart werden. Ein gutes Beispiel ist das Deutsche Patentamt, das durch Teilautomatisierung die Bearbeitungszeit für die Kategorisierung von Patentanträgen von mehreren Tagen auf wenige Minuten reduzieren konnte.

Smart Data

BRZ-Geschäftsführer Roland Jabkowski, © Milena Krobath/Report Verlag

Auch BRZ-Geschäftsführer Roland Jabkowski betont in seiner Eröffnungsrede, dass die Nutzung von Big Data jede Menge Chancen für die öffentliche Verwaltung birgt. Allerdings hat sie aufgrund der sensiblen Daten von Bürger/innen und Unternehmen auch eine besondere Verantwortung. Einen Einblick in konkrete Handlungsfelder erhält man im BRZ-Whitepaper Big Data. „Die Chancen von Big Data liegen auf der Hand“, so Jabkowski. „Sowohl technische Lösungen als auch Know-how zur Nutzung stehen bereit. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, unter Berücksichtigung des Datenschutzes aus Big Data Smart Data zu machen. Das ist die Basis für optimierte IT-Services für die Verwaltung.“

Fotos: http://bit.ly/1GxkYtb 

Video: www.youtube.com/watch?v=z2BBWl_D91c

BRZ-Whitepaper Big Data