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02.08.2016 Arbeitnehmerveranlagung: Die Gutschrift kommt bald automatisch

Quelle: iStock Photo

Sind alle Daten vorhanden, wird die Familienbeihilfe nach der Geburt automatisch ausgezahlt. Nach demselben Prinzip erhalten Arbeitnehmer/innen, die ausschließlich lohnsteuerpflichtige Einkünfte beziehen, ab Mitte 2017 ihre Steuergutschriften. Ein weiterer No-Stop-Shop der Verwaltung.

Zeitungen oder Magazine geben ihren Leser/innen vor allem im Frühjahr gerne Tipps zur Arbeitnehmerveranlagung. Pro Jahr machen etwa 3,4 Millionen Österreicher/innen einen Steuerausgleich und bekommen dabei im Schnitt mehr als 500 Euro zurück. Dennoch reichen Hunderttausende keine Arbeitnehmerveranlagung ein und verzichten damit auf ihre Gutschrift.

Die Bürger/innen profitieren

Ab dem nächsten Jahr wird das nicht mehr passieren. Mit der Steuerreform 2015/2016 wurde die gesetzliche Grundlage für die so genannte antraglose Arbeitnehmerveranlagung geschaffen, die ab dem Jahr 2016 unter bestimmten Voraussetzungen vorgesehen ist. Eine antraglose Arbeitnehmerveranlagung erfolgt dann, wenn sich auf Grundlage der aus den Lohnzetteln bekannten Höhe der nichtselbstständigen Einkünfte für die Steuerpflichtige/den Steuerpflichtigen eine Steuergutschrift ergibt. Steuerpflichtige bekommen dann unabhängig von einem Antrag zu viel bezahlte Lohnsteuer automatisch zurückerstattet. Sollten die Steuerpflichtigen andere Einkünfte, wie beispielsweise aus Vermietung und Verpachtung beziehen, greift die antraglose Arbeitnehmerveranlagung nicht. Den Bürgerinnen und Bürgern steht es natürlich auch weiterhin offen, selbständig ihre ArbeiternehmerInnenveranlagung einzureichen. 

Chancen der Digitalisierung 

Die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung sorgt für mehr Effizienz, etwa wenn vorhandene Daten sinnvoll verknüpft und genutzt werden. Auf dieser Basis funktionieren No-Stop-Shops. In Österreich gibt es dazu bereits Best Practices wie die "Antraglose Familienbeihilfe", bei der Familien nach der Geburt eines Kindes automatisch die Familienbeihilfe erhalten. Die "Antraglose Arbeitnehmerveranlagung" ist ebenfalls eine Transaktion, bei der die Bürgerin bzw. der Bürger nichts aktiv tun muss. Das spart der Verwaltung Kosten und den Bürger/innen Zeit. 

Mitte 2017 ist es soweit

Das BRZ setzt als IT-Partner des Finanzministeriums alle technischen Änderungen um, die aufgrund der Steuerreform 2015/2016 nötig sind. Dazu zählt auch die Realisierung der "Antraglosen Arbeitnehmerveranlagung" bis Mitte nächsten Jahres. Das umfasst die Projektleitung, die Entwicklung und den sicheren Betrieb.

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