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01.08.2014 Insolvenzregister jetzt europaweit vernetzt

Insolvenzregister - Mann mit Geld auf Waage

Seit Anfang Juli 2014 ist das EU e-Justice Portal um eine One-Stop-Shop-Anwendung erweitert worden. Nun können die Insolvenzregister von Deutschland, Estland, der Niederlande, Rumänien, Slowenien, der Tschechischen Republik und von Österreich europaweit in einer Anwendung abgefragt werden.

Das neue Register erleichtert die Suche nach insolventen natürlichen und juristischen Personen in den teilnehmenden EU-Staaten insbesondere für Unternehmer, Gläubiger und Investoren ganz erheblich. In einer weiteren Ausbaustufe werden künftig noch weitere Mitgliedsstaaten folgen. Die gegebenen Informationen stehen kostenfrei und ohne weitere Voraussetzungen in der Sprache des Anfragers zur Verfügung. Außerdem werden Fachbegriffe der jeweiligen nationalen Insolvenzordnungen erklärt.

Das Projekt der europäischen Insolvenzregister-Vernetzung geht auf eine Initiative des österreichischen Justizministeriums (BMJ) zurück. Auch bei der anschließenden Realisierung hat das BMJ als Projektkoordinator eines Konsortiums mehrerer Mitgliedsstaaten mit Unterstützung durch das BRZ eine führende Rolle übernommen. Das Projekt konnte in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission erfolgreich realisiert werden.

Der europaweite Zugang zu den Insolvenzregistern wird die Effizienz von grenzüberschreitenden Insolvenzverfahren erhöhen. Eine effiziente Justiz trägt wiederum zu stabilem Wirtschaftswachstum bei.

In Österreich können auf der Edikte-Website (www.edikte.justiz.gv.at) bereits seit dem Jahr 2000 Insolvenzen, Zwangsversteigerungen und andere gerichtliche Veröffentlichungen eingesehen werden.

Weblinks
EU e-Justice Portal
Insolvenzregister-Abfrage