Über das BRZ

Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

12.03.2014 Grosse Daten, grosse Kunst

Motherboard, Quelle: istockphoto

In immer kürzeren Abständen werden immer mehr Daten produziert und gespeichert. Auf der LSZ Fachkonferenz „Big Data Management“ wurden u. a. Strategien und Sicherheitskonzepte diskutiert. Als Datenverwalter des Bundes nutzte das BRZ die Möglichkeit zum Austausch. Eine Zusammenfassung.

„Kunst ist's, wenn man's nicht kann, denn wenn man's kann, ist's keine Kunst“ zitiert Dr. Franz Pacha, Geschäftsführer von Sybase EDV-Systeme, in seinem Vortrag Johann Nestroy und meint damit die neuen Möglichkeiten und Herausforderungen von Big Data.

So ist es heute keine Kunst mehr, Daten zu speichern, denn Speichermedien werden immer günstiger und voluminöser. Die wahre Kunst ist es, die richtigen analytischen Methoden für die richtigen Ziele einzusetzen und dabei nicht auf Sicherheit und Datenschutz zu vergessen.

Damit waren die Schwerpunkte der diesjährigen LSZBig Data Management“ Konferenz am 26. Februar gesetzt, an der auch das BRZ teilnahm.

Erkenntnisgewinn durch Zusammenarbeit

Zahlreiche Redner wiesen auf die Wichtigkeit der Kooperation zwischen Business und IT hin: Denn nur wenn die fachlichen Ziele und Anforderungen klar sind, können passende IT-Lösungen entwickelt werden. Dabei ist der Businessseite oft erst deutlich zu machen, welche neuen Möglichkeiten Big Data und moderne analytische Fähigkeiten bieten.

Doch selbst wenn ein klarer Auftrag und konkrete Ziele festgelegt sind, stehen noch genügend Herausforderungen an: Aus den Analysen der Datenmengen müssen die richtigen Erkenntnisse abgeleitet werden, ohne dabei Korrelation mit Kausalität zu verwechseln.

Daten schützen

Wer von Daten spricht, muss auch von deren Schutz sprechen. So führte Rechtsanwalt Dr. Günther Leissler aus, dass der Datenschutz unter anderem hinreichende Rechtsgrundlagen, Zweckbindung, Verhältnismäßigkeit, informationelle Selbstbestimmung und Datenminimierung voraussetzt. „Mit Big Data und Datenschutz prallen zwei Welten aufeinander“, so Dr. Leissler.

Auch der Rechts- und IT-fernen Gesellschaft wird immer klarer: Daten brauchen Schutz. Dr. Pacha formuliert es in der abschließenden Podiumsdiskussion der LSZ Konferenz folgendermaßen: „Eigentlich müssen die Daten ja gar nicht so sehr in Schutz genommen werden, sondern der Mensch, der hinter diesen Daten steht!“. 

Fotos der LSZ Fachkonferenz „Big Data Management“ finden Sie hier.