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Die Bundesrechenzentrum GmbH ist der IT-Dienstleister und markt­führende E-Government-Partner der österreichischen Bundes­verwaltung.

01.06.2017 Bringen Sie das zusammen: föderal und digital?

Bürgermeister von Kopenhagen Der Bürgermeister von Kopenhagen stellt sein Pendlerkonzept vor

Man stelle sich vor, bei Amazon einzukaufen würde in Wien anders funktionieren als in Graz. In der Interaktion mit Behörden ist das allerdings Realität.  

„Die Verwaltung“ bietet manche Services digital gar nicht an bzw. muss man online bei jeder Stelle erneut seine Daten eingeben. Würde der Staat dasselbe Service wie Amazon bieten, man müsste nur einmal „der Verwaltung“ seine neue Adresse bei einem Umzug bekannt geben.

Es gibt keine „eine Verwaltung“

Der Grund, warum das aber nicht funktioniert, ist einfach: „Die Verwaltung“ als zentrale Stelle gibt es nicht. Der Föderalismus als gewachsenes Phänomen erweist sich, sowohl in Deutschland als auch in Österreich, als nicht gerade förderlich für die Digitalisierung der Verwaltung. „Föderalismus und Digitalisierung“ war dann auch der Titel des diesjährigen Kongresses „Digitaler Staat“ in Berlin. Ein Team des BRZ besuchte diese Veranstaltung, die von 9.-10.  Mai in Berlin stattfand. Ziel war der Austausch und Best-Practice-Sharing. Auf dem Programm standen auch weitere Themen wie

  • Cognitive Computing
  • Smart Cities
  • Open Data-Anwendungen 
  • Blockchain

Vorreiter Dänemark

Ein Weg zum Fortschritt ist den User einzubinden. Dänemark ist hier ein Vorreiter mit dem Einsatz von so genannten Innovation-Labs, Mind-Lab ist das Paradebeispiel für kollaborative Entwicklung. In Kopenhagen beispielsweise optimierte man durch Innovation-Labs und Auswertung des Verhaltens der Pendler den öffentlichen Verkehr und Radrouten, mit dem Ergebnis, dass nur 9% der Pendler/-innen das Auto benutzen.

Keine Angst – hat Vater Staat mir gesagt

Der Weg zur Digitalisierung kann, ja muss, gemeinsam beschritten werden, d.h. Bürger/-innen, Unternehmen, Gemeinden … sind einzubeziehen und man darf keine Angst haben, neue Wege zu gehen und auch Scheitern in Kauf zu nehmen. Die mangelnde Fehlerkultur gerade in Deutschland wurde kritisiert. Das dänische Modell – kleine, kollaborative Kollektive, die sich etwas trauen, das dann in beschränktem Rahmen umgesetzt wird – darf als richtungsweisend gelten. Wichtig dabei: immer an die Kundenzufriedenheit denken, sowohl bei der Kreation als auch der Weiterentwicklung der Services.

Link zu Digitaler Staat