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Internetoffensive Österreich

13.08.2008

Internetoffensive Österreich: Nächste Regierung gefordert

Über 400 Experten, rund 170 Unternehmen und Organisationen sowie mehr als 35 Vorstände und Geschäftsführer der wichtigsten österreichischen IKT-Unternehmen haben in über 60 Gesprächs- und Sitzungsrunden innerhalb der vergangenen fünf Monate weitreichende Vorschläge erarbeitet. Diese könnten die grundlegende österreichische Wettbewerbsposition im internationalen Umfeld maßgeblich beinflussen, so sie auch umgesetzt werde.

'Die IKT-Wirtschaft ist dafür verantwortlich, dass wir in Österreich überhaupt ein Wirtschaftswachstum haben', so Harald Himmer, Generaldirektor von Alcatel-Lucent Austria anläßlich der Bilanz-Päsentation der Internetoffensive Österreich. 'Die 130.000 Beschäftigten im IKT-Sektor tragen mit sechs Prozent zur Schaffung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) bei, wenn man das gesamte Umfeld mit einbezieht, sind das sogar 12,5 Prozent des BIP oder zwölf Milliarden Euro. Das ist den Wenigsten wirklich bewußt', so Himmer weiter. Die österreichische Internetdeklaration entspräche nunmehr einem Maßnahmenkatalog, der als Grundlage dafür dient, Österreich in den kommenden Jahren einen Spitzenplatz im Ranking der Top-IKT-Nationen zu sichern.

Als eine dafür notwendige Maßnahme sei die Einrichtung einer zentralen Stelle zur Koordinierung aller österreichischen IKT-Maßnahmen von entscheidender Bedeutung. Himmer: 'Wir hoffen, dass viele Maßnahmen so rasch als möglich umgesetzt werden – zum Beispiel die Einrichtung einer zentralen Koordinations-Stelle.' Und Rudolf Kemler, Generaldirektor von Hewlett-Packard Österreich geht davon aus, dass eine Neuwahlentscheidung der Regierung keinerlei Einfluss auf die Erarbeitung der österreichischen Internetdeklaration haben wird, da eine der beiden großen Parteien auch in Zukunft Regierungsverantwortung tragen wird.