Open Data: EU-Kommission hofft auf 40 Mrd. Euro
10.01.2012
EU-Kommissarin Neelie Kroes hat die neue Open-Data-Strategie der europäischen Union vorgestellt. In den öffentlich zugänglichen Datenbanken der Europäischen Union liegen enorme Mengen an Daten, die bisher nicht maschinenlesbar zugänglich waren. Durch ein neues Datenportal soll das jetzt geändert werden. Eine neue Open-Data-Richtlinie wird nach den Vorstellungen der EU-Kommission bis zu 40 Mrd. Euro in die Kassen der Mitgliedsstaaten spülen.
Verschiedene Ansätze
Neben einem neuen Portal, über das die Daten leichter abzurufen sind, will die EU auch 100 Mio. Euro für die Forschung zur Verbesserung von Technologien zum Umgang mit Daten ausgeben. Die Wettbewerbsverhältnisse in den EU-Mitgliedsstaaten sollen was Open Data angeht ebenfalls ausgeglichen gestaltet werden. Durch die allgemeine Verfügbarkeit von Daten können auch Ressourcen geschont werden. Mancherorts haben sich die Vorteile von Open Data schon herumgesprochen. Großbritannien betreibt schon seit längerem Datenportale und verankert die Open Government Grundsätze bereits tief in Verwaltung und Regierung. Auch in Österreich gibt es schon entsprechende Bestrebungen, vor allem die Stadt Wien nimmt eine Vorreiterrolle ein.
Weltweiter Trend
Open Data ist auch ein Werkzeug, um gegen die um sich greifende Politikverdrossenheit voruzgehen. Gerade in Ländern, die untransparente Regierungen oder keine wirksamen Informationsfreiheitsgesetze haben, bietet Open Data auch Aktivisten die Möglichkeit, Transparenz zu schaffen.
Quelle: www.seniorkom.at am 10.01.2012




