Aufwind für PEPPOL-konforme eKataloge und eBestellungen in Italien
22.12.2011
Am 28. November und 7. Dezember 2011 veröffentlichte Consip, der italienische PEPPOL-Partner, der als zentraler Beschaffer für den öffentlichen Sektor agiert, die ersten beiden Ausschreiben, bei welchen Lieferanten Produktkataloge im elektronischen Format vorlegen und sich dazu bereit erklären, elektronische Bestellungen zu erhalten. Dazu werden PEPPOL-konforme Dokumente über die PEPPOL-Infrastruktur übermittelt.
Am eProcurement-Portal “Acquisti in Rete della Pubblica Amministrazione” (Webeinkäufe der öffentlichen Verwaltung) wurden spezifische Klauseln veröffentlicht, um die Verwendung PEPPOL-konformer Dokumente im Rahmen der beiden Ausschreibungen sicherzustellen. Die Ausschreibungen umfassen PC-Notebooks und ferngesteuertes und portables digitales Radiologie-Equipment. Das geschätzte Ausschreibungsvolumen beträgt 14,6 Millionen bzw. 11,9 Millionen Euro; das Verfahren wird Tausende elektronische Bestellungen generieren.
Nach der Integration von PEPPOL-Komponenten in ihre Open-Source-eBeschaffungs-Plattform wird die Aufnahme von Bestimmungen, die Lieferanten dazu auffordern, bei von Consip ausgeführten Ausschreibungen PEPPOL-kompatible eKataloge und eBestellungen auszutauschen, schrittweise Standard werden. Das bedeutet einen maßgeblichen Impuls für den italienischen eBeschaffungs-Markt, wenn man berücksichtigt, dass im Durchschnitt ca. 50 Rahmenverträge über die Plattform von Consip laufen, auf die Tausende Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung zugreifen und über die Hunderte Bestellungen generiert werden.
Zusätzlich betreibt die Plattform auch MEPA, den italienischen Marktplatz für Einkäufe über europäische Grenzen hinweg. Hier werden jeden Monat Hunderte Verträge abgeschlossen, bei welchen elektronische Kataloge verwendet und über die Tausende Bestellungen – von zu 98 % Prozent KMUs – generiert werden.
Links
http://www.peppol.eu
http://www.consip.it




