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BRZ Kunden- und Partnerevent 2009

BRZ Event 2009

Kunden- und Partnerevent 2009
25. Juni 2009
Kursalon Wien
„Vertrauen schaffen – Zukunft gestalten“


Das Kunden- und Partnerevent des Bundesrechenzentrums, dem führenden IKT-Dienstleister und E-Government-Partner, ist ein Fixpunkt für die österreichische IT-Branche. Dieses Jahr stellte die Veranstaltung unter dem Motto „Vertrauen schaffen – Zukunft gestalten“ Ideen und Konzepte für eine effektive und effiziente Verwaltungs-IT in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Kunden und Partnern aus der Wirtschaft und der Europäischen Union wurden nationale und europäische E-Government-Konzepte diskutiert.

„Verwaltungsservices in Zeiten von Budgetrestriktionen“
In Zeiten von Budgetrestriktionen sieht sich die Verwaltung vor große Herausforderungen gestellt – namhafte Experten widmeten sich in Diskussionsrunden unter anderem der Frage, welchen Beitrag die IT-Partner leisten können, um gemeinsam mit der Verwaltung neue Wege zur Effizienzsteigerung zu finden. Die IKT-Branche ist der unterschätzte Innovationsmotor für die Wirtschaft Österreichs. Vor allem im Raum Wien übersteigt ihre Wertschöpfung die des Tourismus um ein Vielfaches. IKT ist somit einer der stärksten Wirtschaftsbereiche Österreichs, mit dem Potenzial, durch intensive Forschung und Entwicklung auf andere Sektoren positiv einzuwirken. Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ist es also wichtig, Investitionen zu tätigen und nachhaltige Maßnahmen zu treffen, um die Verwaltung zu unterstützen, Kosten einzusparen.

„Bürger und Staat, Harmonie oder Konflikt“
Verwaltungsservices sind unter anderem eine Dienstleistung der öffentlichen Hand am Bürger. Diesem Schwerpunkt widmeten sich Vertreter aus Verwaltung und Wirtschaft in der „Open Space“-Diskussion „Bürger und Staat, Harmonie oder Konflikt“ in deren Mittelpunkt die Frage stand, wie E-Government-Lösungen für Bürgerinnen und Bürger attraktiver gestaltet werden können. Obwohl Österreich im Bereich online verfügbarer Behördendienste gegenüber den EU-Mitgliedstaaten eine anerkannte Spitzenposition inne hat, liegt die tatsächliche Nutzung dieser Dienste im EU-weiten Durchschnitt.

„Verwaltungs-IT der Zukunft“
Anhand von konkreten Beispielen zeigte auch die Podiumsdiskussion „Verwaltungs-IT der Zukunft“ Wege auf, wie sich die Bereitschaft des Bürgers, durchgängig elektronisch mit der öffentlichen Hand zu kommunizieren, steigern lässt. Modernisierung im E-Government setzt hier Aktionen von beiden Seiten voraus: Sie erfordert – gerade in Zeiten von Web 2.0 – eine erhöhte Partizipation des Bürgers und auf der anderen Seite die Innovationskraft der Verwaltung. Die Optimierung der Verwaltungsinfrastruktur durch intelligente Lösungen und der Einsatz von Shared Services sind grundlegende Voraussetzungen für jegliche Reformbestrebungen.

Das BRZ als internationaler Know-how-Transferpartner
Verwaltungs-IT ist der Baustein der europäischen Integration. Die Herausforderungen grenzüberschreitender IT-Lösungen für die öffentliche Verwaltung stand im Mittelpunkt der Diskussion „Europaweit durchgängige E-Government Services“. Experten aus dem In- und europäischen Ausland diskutierten internationale Projekte aus den Bereichen eIdentity, eHealth und eProcurement sowie europäische eJustice Portale. Zur durchgängigen Einbindung von internationalen Projekten ist es notwendig, europaweite Interoperabilität zu fördern und EU-weite Standards zu schaffen, auf denen nationale Lösungen aufbauen können. Auch die Einbindung von bereits bestehenden Systemen in internationale Standards ist hierfür von eminenter Bedeutung.

Europäisches Projekt „Pan-European Public Procurement Online“
Eine europäische Initiative, an der sich das BRZ maßgeblich beteiligt, ist das Projekt „Pan-European Public Procurement Online“ (PEPPOL), das die Verwirklichung eines EU-weiten elektronischen Beschaffungssystems in der öffentlichen Verwaltung unterstützt. Jedes Unternehmen in Europa soll künftig mit jedem öffentlichen Auftraggeber in jedem EU-Land elektronisch nach den gleichen Verfahren kommunizieren können. Österreich beteiligt sich in Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Finanzen, der Bundesbeschaffungsgesellschaft und des Bundesrechenzentrums am Projekt PEPPOL.

„Vertrauen schaffen – Zukunft gestalten“
Auch in Zukunft ist es wichtig, die internationale Beteiligung Österreichs an Plattformen oder EU-weiten Programmen zu fördern und damit die führende Position Österreichs als Know-how-Träger der europäischen E-Government-Strategie zu festigen. Nur wenn Verwaltung und Wirtschaft gemeinsam ihre Stärken nutzen, lassen sich vorhandene Potenziale ausschöpfen und die Verwaltungsmodernisierung vorantreiben. Vertrauen ist dabei eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.